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Bundeskriminalamt alarmiert – Kindesmissbrauch nimmt zu!

Im letzten Jahr, 2021, fielen insgesamt 17.700 Kinder sexueller Gewalt zum Opfer, das sind etwa 49 pro Tag. Im Jahr 2020 waren es noch fast 1.000 Kinder weniger gewesen, ca. 16.921. Von den 17.700 Fällen des letzten Jahres sind 2.281 Kinder unter sechs Jahren gewesen.

Noch weitaus gravierender sind die Fälle von Kinderpornografie. Hier stiegen die Zahlen um 108,8 %, von 18.761 auf 39.171 gemeldete Fälle. Auch die Jugendpornografie verzeichnete einen Anstieg von 3.107 im Jahr 2020 auf 5.105 im Jahr 2021. Was auffällt ist, dass die Zahl der minderjährigen Täter in diesem Bereich sich im Vergleich zu 2018 mehr als verzehnfacht hat. 2018 waren es noch 1.373 Täter gewesen, während man im Jahr 2021 14.528 Täter zu verzeichnen hatte.

Kerstin Claus, die amtierende Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, sagte zu den hohen Zahlen der minderjährigen Täter im Bereich der Kinderpornografie, dass diese vor allem aus Unwissenheit so etwas tun würden. Vielen Minderjährigen sei gar nicht bewusst, dass es sich bei derartigen Abbildungen um strafbare Inhalte handelte und dass deswegen Schulen und auch Eltern hier mehr aufklären müssten. Gleichzeitig beklagte sie aber auch, dass Europa sich inzwischen zu einem Drehkreuz für Kinderpornografie entwickelt hätte. Laut dem BKA liegen 60 % der weltweiten Inhalte auf europäischen Servern. Was den Anstieg der Missbrauchsfälle angeht, erklärte Frau Claus, dass man nicht mit Sicherheit sagen könne, ob es sich wirklich um einen Anstieg von Missbrauch oder nur um einen Anstieg der entdeckten Fälle handelte.

Die Deutsche Kinderhilfe nannte die steigenden Zahlen alarmierend und schob den Anstieg darauf, dass es im deutschen Rechtssystem zu viele Hürden und kaum Ermittlungsmöglichkeiten für eine effektive Gegenarbeit gäbe.

Auch die Bundesinnenministerin, Nancy Faeser, sieht in den Zahlen eine Aufforderung zum dringenden Handlungsbedarf.

Die Bundesgeschäftsstelle des „Sicher-Stark Team“ versucht seit fast 30 Jahren mit einem bundesweiten Präventionskonzept, was nur für die Primarstufen in Deutschland entwickelt wurde, zu helfen.

Aber leider kommt oft die Hilfe zu spät so die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle. Sie müssen tatenlos ansehen wie Kinder dann therapiert werden müssen obwohl man im Vorfeld mit Prävention an den Grundschulen und Kitas so viel verhindern könnte aber leider fehlt es den Einrichtungen oft an den benötigten Geldern oder Sponsoren. Regionale, landesweite oder bundesweite Sponsoren und Unterstützer können gerne Kontakt mit der Bundesgeschäftsstelle Sicher-Stark Team aufnehmen um zu helfen. Interessante Sponsoringkonzepte stehen zur Verfügung. Für Eltern würde ein besonderes Familiensorglospaket konzipiert, was im Sicher-Stark-Shop bestellt werden kann.