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Wie man Metallsammelstellen schützt: Eine Fallstudie

KUPFER, BLEI UND MESSING - DAS NEUE GOLD VON HEUTE

Unter den am häufigsten verwendeten Materialien in allen Bereichen, vom Bauwesen bis zur Industrie (Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Elektrotechnik, Chemie), gibt es Metalle und Legierungen wie Kupfer, Blei und Messing, die zum neuen Gold geworden sind und immer begehrter werden. Folglich werden alle Metallsammelstellen, selbst die so genannten Autoverwerter, täglich von spezialisierten Dieben angegriffen.

DIE HERAUSFORDERUNG

AGOSTA METALLI, ein Schrottplatz in der Lombardei im Norden Italiens, fällt in diese Kategorie. Um seinen Bedarf an effizientem Objektschutz zu decken, wendet sich der Kunde an den erfahrenen Errichter Gemini Impianti von Davide Pansecchi, um die bestmögliche Lösung zu implementieren.

Die Länge der Anlage beträgt ca. 200 m, wovon 70 % an städtische Straßen grenzen, die ein leichtes Eindringen und eine ebenso schnelle Flucht für den Einbrecher ermöglichen. Der Rest lehnt sich an fremde Gebäude an, die versteckte und schwer zu überwachende Bereiche haben.

Bei dieser Gemengelage konnte die Auswahl der zu installierenden Produkte nicht einheitlich sein, sondern musste die Vielfalt der potenziellen Risiken berücksichtigen, indem für jedes Segment das am besten geeignete Schutzsystem ermittelt wurde.

Zunächst wurden die physischen Verteidigungsanlagen, bestehend aus bis zu 6 m hohen Zäunen, erhöht, so dass wir vorschlugen, eine elektronische Übersteigerkennung in die Umzäunung zu integrieren, die den Schutz von passiv auf aktiv "aufwerten" würde. In der alten Anlage gab es Infrarotschranken und andere gemischte Erkennungssysteme, die leider das Problem der Blendung durch Nebel mit sich brachten und nicht die maximale Sicherheit von GRADE 4 EN505131 garantierten.

DIE LÖSUNG

Es werden drei Lösungsansätze verfolgt.

Als erster Verteidigungsbereich wurde der Zaun mit SIOUX PRO2, einem MEMS-Sensorsystem, das die Erkennung des Einbruchspunktes mit einer Genauigkeit von 1 m ermöglicht, für Übersteigversuche empfindlich gemacht.

Dann wurden 3 MURENA PLUS Mikrowellen-RADARs an den Zugangstoren und auf dem Dach positioniert, die dank der FSK-Technologie in Verbindung mit einer Fuzzy-Logik-Analyse eine präzise Abgrenzung des Erfassungsbereichs und der Zielgröße bieten, um unangenehme Fehlalarme durch kleine Tiere wie Katzen und Vögel zu vermeiden.

Schließlich wurde in der Mitte des Brecherhofs, im Durchgangsbereich zwischen dem Abwrackbereich und den Verwaltungsbüros, eine lineare Mikrowellenschranke von MICRO-RAY als "Falle" anstelle der IR-Schranken positioniert, um deren typische Disqualifikationsgrenzen aufgrund von Blindheit und Nebel zu vermeiden.

Die Micro-Ray-Säulen wurden durch einen Stahlrahmen verstärkt, um einen zusätzlichen Schutz vor den mechanischen Einwirkungen der beweglichen Metallmaschinen zu bieten, die innerhalb des Geländes arbeiten.

DIE VORTEILE

Das Ergebnis ist ein vollständig geschütztes Perimeter, bei dem das gesamte System über Relaiskontakte mit einer vorhandenen Schalttafel verdrahtet ist. Die alten Kameras mit ferngesteuerter Videoüberprüfung werden in Kürze durch neue, leistungsfähigere HD-Kameras ersetzt, um ein Eindringen besser erkennen zu können.

Bildachweis: R_by_klaas hartz_pixelio.de