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Einzelhandel 2021: Zahl der Cyberangriffe stieg um 231 Prozent – NETSCOUT kommentiert

Der deutsche Einzelhandel war nach Angaben des kostenlosen Informationsportals Cyber Threat Horizon, das Cyberattacken weltweit in Echtzeit beobachtet, im Jahr 2020 einer 183-prozentigen Zunahme von Cyberangriffen im Vergleich zu 2019 ausgesetzt. Dieser Trend setzt sich 2021 fort: In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden bereits rund 11.300 Angriffe registriert - ein Anstieg um 231 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019.

Christian Syrbe, Chief Solutions Architect bei NETSCOUT, erklärt, warum die Transparenz der Infrastruktur für den Einzelhandel mittlerweile entscheidend ist, um das Geschäft am Laufen zu halten:

„Das Käuferverhalten und die unveränderten Erwartungen an einen konsistenten und zeitnahen Service im Einzelhandel führten zur zunehmenden Vernetzung von digitalen Kanälen mit dem Point-of-Sales. Durch die hybriden Einkaufsmodelle ist die IT-Umgebung komplexer geworden, was zu Leistungseinbußen und im Falle von Cyberangriffen sogar zu Ausfallzeiten führen kann.

Für Cyberkriminelle bleibt der Einzelhandelssektor aufgrund von zwei Schlüsselfaktoren weiterhin attraktiv: Die Menge an Online-Käufern und die Vielzahl an neuen Schwachstellen in der sich wandelnden Infrastruktur. Zu den Schwachstellen können beispielsweise ausgedehnte Lieferkettennetzwerke und der Einsatz von IoT-Geräten gehören, die Cyberangriffe erleichtern.

Um diese Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, Cyberangriffe zu erschweren und somit Ausfallzeiten im Geschäft zu verhindern, benötigen Einzelhändler die Einsicht in das gesamte Netzwerk, einschließlich des Lieferkettenmanagements, der Bestandskontrolle, Kundenservices, Online-shops und Point-of-Sale-Bezahlungen.“