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Bayern: Innenminister Herrmann appelliert, in Sicherungstechnik zu investieren

Zum Tag des Einbruchschutzes am 31. Oktober appelliert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann an alle Bürgerinnen und Bürger: "Investieren Sie in den Schutz der eigenen vier Wände und melden Sie verdächtige Personen möglichst schnell der Polizei, gerne über die '110'. Das rentiert sich!" Der Innenminister verwies auf eine Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts. Demnach konnten 2020 in Bayern 1.252 Einbrüche mittels spezieller Sicherungstechnik verhindert werden. Dazu kommen 195 verhinderte Einbrüche aufgrund aufmerksamer Bürger, die bei verdächtigen Beobachtungen sofort reagiert und beispielsweise die Polizei verständigt hatten.

Nach Herrmanns Worten haben Einbrecher mit Beginn der dunklen Jahreszeit wieder Hochkonjunktur: "Deshalb verstärken wir gezielt den Kampf gegen Langfinger." Der Innenminister kündigte für das Winterhalbjahr Schwerpunktkontrollen gegen Einbrecherbanden an, auch im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation mit Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Im Visier sind insbesondere reisende Tätergruppen auf überregionalen Verkehrswegen und deren Ausweichrouten.

Herrmanns Ziel ist, den erfreulichen Trend der letzten Jahre zu weniger Wohnungseinbrüchen fortzuführen. Allein 2019 gingen die Einbruchszahlen um 17,1 Prozent auf 4.342 Fälle zurück (2018: 5.239), 2020 um 3,7 Prozent auf 4.181 Fälle, der niedrigste Wert seit elf Jahren. Für das laufende Jahr 2021 geht der Innenminister von einem weiteren deutlichen Rückgang der Wohnungseinbruchszahlen aus.