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Drei Festnahmen in den Niederlanden nach Geldautomatensprengungen in Deutschland

Mit Unterstützung von Europol hat die niederländische Polizei (Politie Noord-Holland) in Zusammenarbeit mit der deutschen Polizeidirektion Hochtaunus drei mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Bande verhaftet, die für eine Reihe von Überfällen auf Geldautomaten in Deutschland verantwortlich ist.

Die Festnahmen erfolgten in den frühen Morgenstunden des 17. Mai in Haarlem und Vianen in den Niederlanden. Die Ermittlungen wurden unter der Leitung der deutschen Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main durchgeführt. Diese Festnahmen folgen den Festnahmen von 3 weiteren Mitgliedern derselben kriminellen Gruppe am 30. März 2022 in Hessen.

Es wird vermutet, dass die Bande zwischen Oktober und November 2021 insgesamt acht Geldautomaten in Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz in Deutschland angriff und dabei über 958 000 EUR Bargeld entwendete.

Die Gruppe erschien oft in den frühen Morgenstunden mit gestohlenen Fahrzeugen am Tatort und benutzte Sprengstoff, um in die Geldautomaten einzubrechen und das darin befindliche Bargeld zu stehlen. Sie verursachten Schäden in Höhe von fast 1 Mio. EUR an den von ihnen angegriffenen Räumlichkeiten und zeigten keinerlei Einsicht in die Gefahr von Schäden oder sogar Todesfällen für diejenigen, die in der Nähe wohnten oder sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Automaten aufhielten.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Die von Europol koordinierte Operation Pfeil/Pentagon war der Höhepunkt einer monatelangen, sorgfältigen Planung zwischen den beteiligten deutschen und niederländischen Behörden. Europol brachte die nationalen Ermittler zusammen, die eng mit dem Europol-Zentrum für schwere organisierte Kriminalität zusammenarbeiteten, um eine gemeinsame Strategie zur Zerschlagung dieser kriminellen Bande zu entwickeln.

Ein mobiles Europol-Büro wurde am Aktionstag nach Haarlem in den Niederlanden entsandt, um den umfassenden Austausch von Informationen und Beweismaterial zu erleichtern und bei der Analyse der beschlagnahmten elektronischen Geräte zu unterstützen.

Appell der Polizei

Zusätzlich zu den bisher verhafteten 6 Mitgliedern suchen die Strafverfolgungsbehörden ein siebtes Mitglied dieser Bande.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Jeder, der etwas über den Aufenthaltsort der flüchtigen Personen weiß, sollte sich mit Informationen melden, die helfen können, die flüchtigen Personen aufzuspüren.

Fahndungsaufruf: https://tinyurl.com/2p8v6en3