Anmelden


Winterdienst im Sommer? Gebäudedienstleister Niederberger Berlin schließt Planung für den nächsten Winter weitgehend ab

Die Niederberger Gruppe (www.niederberger-gruppe.de) hat ihre Wintervorbereitungen abgeschlossen. Allein in den Betrieben Berlin und Strausberg werden 65 Mitarbeiter und 46 Schneeräumfahrzeuge zum Wintereinbruch bereit stehen, um Auftraggeber in der Bundeshauptstadt sowie im Landkreis Märkisch Oderland einen zuverlässigen Service bieten zu können. Die notwendigen Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten am Fuhrpark sowie die Einlagerung von Streugut sind erledigt, lediglich einige zusätzliche Mitarbeiter werden noch in beiden Betrieben eingestellt.
„Bei 35 Grad Außentemperatur an Schneefall und Eisglätte zu denken, ist zwar paradox, aber angesichts umfangreicher Planung unvermeidbar. Es müssen so viele Aufgaben erledigt werden, die einfach nicht zu schaffen wären, würden wir erst im August oder September mit den Wintervorbereitungen beginnen“, so Peter Hollmann, Betriebsleiter von Niederberger Berlin und Niederberger Strausberg. Der Gebäudereinigermeister legt gerade die Rechnung für Streumittel eines Großhändler beiseite. „Wir haben ein gutes Drittel des Jahresbedarfs, also etwa 600 Tonnen, an Splitt, Streusand und Blähschiefer jetzt im August gekauft. Einerseits können wir so noch den ein oder anderen Rabatt heraus handeln, andererseits lässt sich eben doch nie genau sagen, wann die erste Glätte einsetzt. Das kann durchaus schon Anfang November der Fall sein, da sind wir lieber vorbereitet.“
Die Vorbereitungen für den Winter 2019/2020 begannen übrigens bereits im März, als die Multicars und Geräteträger auf Sommerbetrieb umgerüstet wurden, Wege und Plätze von Granulat gesäubert und Winterschäden am Stadtmobiliar, Gebäuden und Dächern aufgenommen und beseitigt wurden. „Der letzte Winter war auch in Berlin und Brandenburg kurz und eher mild und nass, so dass wir frühzeitig mit den Nachbereitungen beginnen konnten. Im Vorjahr mussten wir beispielsweise bis weit in den April hinein damit warten“, blickt Hollmann zurück. Anschließend waren die Fahrzeuge dran: Die Streuaufbauten für die Winterdienstfahrzeuge mussten gereinigt und überprüft werden. Vor allem die Feuchtsalzgeräte sind Rost- und Korrosionsanfällig und wurden einer peniblen Wartung unterzogen. Auch die Fahrgestelle wurden bereits im Frühjahr untersucht. “Die Bremsen, das Fahrerhaus sowie die Außen- und Innenverkleidungen haben wir auf Roststellen hin überprüft und, wo notwendig, gleich ausgebessert”, blickt Wolfgang Siebert zurück. Der gelernte Mechaniker kommt gerade aus dem Fuhrpark. In der Hand hält er eine Liste, welche Ersatz- und Zubehörteile noch dringend für die Streuaufbauten und Schneepflüge bestellt werden müssen. Seit Tagen ist er damit beschäftigt, die gesamte elektrische Einrichtung der Gehwegräumer und Kleinfahrzeuge, Streugeräte und Schneepflüge auf Schäden zu überprüfen. „Besonders sensibel sind die Schlauchleitungen an den Hydraulikzylindern. Die können porös werden und müssen jeden Sommer penibel auf Risse überprüft werden“, erklärt er.
Im Büro klingelt derweil das Telefon – es ist der Apparat von Yvonne Hartmann. Eine Seniorenwohnanlage hat soeben den Winterdienst für die Saison 2019/2020 beauftragt: Parkplätze, Zufahrts- und Gehwege auf und vor dem Gelände sollen geräumt werden, damit sich die älteren Menschen sicheren Fußes bewegen können. Hartmann, verantwortlich für die Tourenplanung, in Berlin erzählt: „Für den nächsten Winter sind unsere Auftragsbücher schon gut gefüllt. Ein paar Kapazitäten haben wir zwar noch, aber spätestens Ende September werden auch die erfahrungsgemäß ausgebucht sein. Dann beginne ich auch die Räum- und Streupläne zu erarbeiten und die Routen abzustecken.“

Mit den Probefahrten der Fahrzeuge, Pflüge und Streugeräte Ende September sind die Vorbereitungen dann abgeschlossen: Niederberger stellt damit einerseits sicher, dass wirklich alles funktioniert und einsatzbereit ist. Andererseits lernen so auch die Fahrer ihre Einsatzgebiete kennen und können sich mit möglichen Veränderungen der Straßenverhältnisse, wie Verengungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen vertraut machen. „In der Tourenplanung nehme ich im Oktober nur noch Feinheiten vor und plane Nachzügler-Kunden, die sich erst spät für den Winterdienst entschlossen haben, mit ein“, ergänzt Yvonne Hartmann [www.niederberger-gruppe.de]