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Deeskalationstraining: Mehr Mitarbeitersicherheit im Gesundheitswesen

Konfliktsituationen richtig erkennen und angemessen reagieren: Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) e.V. bietet ein Deeskalationstraining für Mitarbeiter aus der Gesundheitsbranche. Ziel ist es, Konfliktsituationen rechtzeitig zu erkennen und angemessen entgegenzuwirken, um die eigene Sicherheit und die der Patienten zu schützen.

Wann: 16. Juli 2019
Wo: BVSW e.V., Albrechtstraße 14, 80636 München
Anmeldung: www.bvsw.de

„Der BVSW ist zertifizierter Ausbilder für Sicherheitsberufe, in denen Deeskalationstechniken ein ganz zentraler und wichtiger Baustein sind,“ sagt Caroline Eder, Geschäftsführerin des BVSW. „Wir wollen nun unsere Kompetenz auch Mitarbeitern aus der Gesundheitsbranche zugänglich machen, da wir hier einen wachsenden Bedarf sehen und immer wieder Anfragen für Schulungen erhalten.“

Tatsächlich erleben immer mehr Pflegekräfte, Ärzte und andere Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen Aggressionen und Gewalt durch Patienten und deren Angehörige. Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Übergriffe werden von den Mitarbeitern als besonders belastend wahrgenommen und können langfristig dazu führen, dass sie ihre Arbeit aufgeben müssen.

Die Gründe für die Gewalt sind vielschichtig: „Wir erleben derzeit eine Verrohung in der Kommunikation,“ sagt Dietmar Eberhard. Der frühere Leiter für Grundsatz- und Sonderfragen im Bereich Sicherheit der Flughafen München GmbH leitet das Deeskalationstraining im Gesundheitswesen beim BVSW. „Gleichzeitig führen Sprachbarrieren sowie eine überzogene Erwartungshaltung von Medizintouristen zunehmend zu Aggressionen und Gewalt.“  Viele Patienten in Gesundheitseinrichtungen fühlen sich oft hilflos und reagieren deshalb aggressiv. Die hohe Arbeitsdichte und der extreme Zeitdruck fördern zusätzlich ein angespanntes Klima.

Gewaltprävention im Gesundheitswesen umfasst verschiedene Maßnahmen. Jeder einzelne Mitarbeiter kann Deeskalationstechniken sehr einfach erlernen und in kritischen Situationen anwenden, so dass es im besten Fall gar nicht mehr zu tätlichen Angriffen kommt. Außerdem ist es für die Mitarbeiter wichtig, Aggressionen unterschiedlicher Art richtig zu werten und nicht persönlich zu nehmen. Mit diesen beiden Fähigkeiten ist bereits für Entlastung des Personals im Arbeitsalltag gesorgt. 

Das Seminar sensibilisiert die Teilnehmer dahingehend, dass sie in jedem Fall eine Konfliktvermeidung anstreben und diese als den besseren Weg akzeptieren. Die Teilnehmer lernen psychologische Grundsätze und Verhaltensweisen, mit denen kritische Situationen rechtzeitig erkannt und entschärft werden können. Verschiedene verbale und nonverbale Deeskalationstechniken werden anhand von mehreren Fallbeispielen erklärt und ihr Einsatz geübt.

Die Schulung richtet sich an Mitarbeiter aller Berufsgruppen aus Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen. Bei Bedarf wird das Training auch als Inhouse-Schulung angeboten. [www.bvsw.de]