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Helsana setzt auf Datenautomation mit Wherescape

Helsana ist mit 1,9 Millionen Kunden und einem Umsatz von 6,4 Milliarden Franken die größte Krankenkasse der Schweiz. Das Unternehmen suchte nach einer Möglichkeit die Entwicklungszyklen für Unternehmensapplikationen zu verkürzen und so das Unternehmen agiler zu machen. Geplante Releases dauerten aufgrund manueller Programmierung einfach zu lange und konnten kaum mit dem Tempo des modernen Geschäftsbetriebs mithalten.

Modernisierung des Daten-Ökosystems war nötig
Um mit dem Tempo der geplanten Releases Schritt halten zu können, hatte Helsana auf externe, freie Programmierer setzen müssen. Dies lag vornehmlich an den zum Einsatz gekommenen, veralteten Tools und Methoden, die die benötigten Ressourcen pro Release auf, vom internen Team nicht stemmbare, 30 bis 40 Personentage aufgebläht hatten. Dazu kamen die entsprechenden Kosten. Gallus Messmer, Data Warehouse Architekt bei Helsana, erklärt die Ausgangssituation: "Wir hatten zwei verschiedene Data Warehouse Systeme, die von externen Ressourcen ohne jede Automatisierung erstellt worden waren. Bei jeder Korrektur oder Aktualisierung mussten wir erst einmal herausfinden, wo sich der Quellcode befand. Manchmal konnten wir ihn finden, manchmal nicht. Jedes Update war eine Menge Arbeit.“

Über das veraltete System hinaus, war Helsana stark von Einzelpersonen abhängig, um neue Releases zu erstellen. Wenn diese im Urlaub oder aus anderen Gründen nicht verfügbar waren, stoppte der komplette Prozess. Eines der wichtigsten Kernsysteme benötigte jeden Monat ein Release, und jeden dritten Monat gab es ein BICC-Release, was bedeutet, dass sich einige Teile der Datenstrukturen änderten. Pro Release benötigte das Team um Gallus Messmer zusätzlich zu den 20-30 Personentagen externer Entwicklungsarbeit zehn interne Personentage, nur, um das gesamte System aufzubauen und zu konfigurieren. Messmer erinnert sich: „Es war wirklich eine Qual für uns. Wir konnten so nicht an neuen Anforderungen arbeiten, sondern haben nur sichergestellt, dass unser eigenes Data-Warehouse die Änderungen im Kernsystem im Auge behält."

Wherescape bringt die Lösung
Auf der Suche nach einer Möglichkeit diese sich wiederholende Herausforderung besser zu meistern, konsultierte Helsana das Team der Schweizer Experten für Business Intelligence IT-Logix. Gesucht wurde ein Werkzeug, das einen Großteil der Bereitstellung automatisieren konnte und dem Team half Code und Ergebnisse besser zu organisieren. Im Idealfall sollte die Lösung es möglich machen die Entwicklungsarbeit in den eigenen Betrieb zu verlagern, die ETL-Ausgaben zu verringern und die Anzahl der verwendeten Tools zu reduzieren.

Um das Projekt voranzutreiben, besuchte Gallus Messmer im November 2017 die Messe TDWI, eine Anwender-Expertenkonferenz für Lösungen der Data-Community. Dort war mit Wherescape auch ein Partner am Stand der IT-Logix vertreten, dessen Technologie schon länger auf dem Radar des Data-Warehouse-Architekten stand. Vor Ort nahm Messmer an Wherescapes praktischem Workshop teil, währenddessen er das Datenmodellierungs-Werkzeug WhereScape 3D und das Aufbau- und Verwaltungstool für Dateninfrastrukturen WhereScape RED ausprobierte. Unter fachkundiger Anleitung erstellte Gallus in nur zwei Stunden ein komplett automatisiertes Data Warehouse, aufbauend auf realen Szenarien seines eigenen Unternehmens. Messmers Interesse war geweckt.

Um die Wirksamkeit von WhereScape 3D und WhereScape RED mit den eigenen Daten von Helsana zu zeigen, schickte Wherescape Helsana einen Lösungsarchitekten für einen dreitägigen Proof of Concept ins Haus. Das Helsana-Team probierte die Software aus und konnte so mit eigenen Augen sehen, wie WhereScape es ermöglicht, komplexe Daten-Ökosysteme über eine Drag-and-Drop-Entwicklungsumgebung zu entwerfen, aufzubauen und zu verwalten. WhereScape 3D ermöglicht es, visuelle Prototypen schnell zu erstellen, um Anforderungen mit Geschäftsanwendern zu bestätigen, um Missverständnisse zu vermeiden. Dies kann die Entwicklungszyklen von Monaten auf Tage verkürzen. WhereScape RED setzt dann die Modelle um, indem es Tausende von Zeilen nativen Codes in Sekundenschnelle schreibt und die notwendigen Änderungen am zugrunde liegenden Code ohne menschliche Fehler vornimmt.

Nach dem Proof of Concept und zufriedenstellenden Antworten auf einige technische Fragen war das Helsana-Team überzeugt, dass WhereScape das richtige Werkzeug für seine Anforderungen war. Das Unternehmen evaluierte auch andere Softwareanbieter, entschied sich jedoch für WhereScape, mit IT-Logix als lokalem Schweizer Implementierungspartner. Helsana beschäftigte eine kurze Zeit einen IT-Logix-Berater, um den internen Mitarbeitern zu helfen, sich mit WhereScape und dem Wandel hin zu einem automatisierungsorientierten Data-Warehouse vertraut zu machen.

Die Ergebnisse
Helsana konnte mit Wherescape die Zeit bis zur Auslieferung geplanter Updates deutlich verkürzen. Prozesse, die früher 30-40 Manntage gedauert hatten, dauern heute nur noch ein bis zwei Tage. Dies bedeutet, dass die Arbeit viel schneller abgeschlossen werden kann und große Teams mit externen Ressourcen nicht mehr benötigt werden. "Beim letzten Projekt mit dem alten System hatten wir 10-15 externe Mitarbeiter und zwei Praktikanten beschäftigt“, resümiert Messmer. „Mit Automatisierung haben wir jetzt 90 Prozent des Projekts intern besetzt, mit etwas Hilfe von IT-Logix. Die Idee ist, dass unsere internen Mitarbeiter selbst zu Experten werden und bald den gesamten Prozess ohne Hilfe alleine vorantreiben können. Das war vor WhereScape nicht möglich.“ Durch die wesentlich kürzeren Zeiten, von der Anfrage bis zur Bereitstellung, kann das Business-Intelligence-Team nun mit agilen Methoden sehr schnell einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Über die viel schnellere Bereitstellung mit geringeren Mitteln wird der gesamte Code nun automatisch dokumentiert, so dass Prozesse wiederholbar und nicht von einzelnen Personen abhängig sind. Jetzt ist der Quellcode ordnungsgemäß mit Versionskontrolle gespeichert und jeder weiß zu jeder Zeit, welche Version vorhanden ist. Wherescapes Fähigkeit ganze Dateninfrastrukturen zu verschieben, bedeutet, dass Helsana zukunftssicher ist und nicht mehr in irgendeiner Datenquelle oder -Ziel gebunden ist. Sollte sich Helsana in Zukunft für einen Datenbankwechsel entscheiden, sollte dies mit deutlich geringerem Aufwand geschehen, da der Code von WhereScape generiert wird.

„WhereScape macht uns agil und wir sind jetzt auf dem richtigen Weg, um kurze Iterationen und neue Innovationen schnell zu liefern“, schließt Messmer. „Wir haben nur noch sehr kleine monatliche Scrum-Teams und arbeiten jetzt schon daran, in Zukunft nur noch nächtliche Builds zu haben. Das ist unser nächstes Ziel.“