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Künstliche Intelligenz contra Pandemie - Wenn Algorithmen die Zeichen erkennen

 

Seit acht Monaten beherrscht das Coronavirus (CoVID19) nun schon unser Leben. Ein effektives Krisenmanagement kann nur auf Grundlage einer klaren Datenbasis organisiert werden. Neben der Prävention von Neuansteckungen durch Abstand und des Tragens von Mund-Nase-Schutz ist die Erhebung der Infektionszahlen entscheidend. Die Erfassung von Infizierten durch Wärmebildkameras und die Anfertigung entsprechenden Datenmaterials ist eine elementare Grundlage. Ebenfalls wird Analysetechnik zur Überwachung der Mindestabstände in Gebäuden, auf Plätzen oder auch nur im Flur eines Büros genutzt und benötigt. Somit ist die Einbeziehung der Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) in die Sicherheitskonzepte gegen CoVID19 der richtige Weg, um die Pandemie einzudämmen. Das Sicherheitsmanagement im Hinblick auf Präventionsmaßnahmen von CoVID19 erstreckt sich über eine Vielzahl von Methoden zur Datenerhebung u.a. durch Videotechnologie.

Dank Big Data können eine Vielzahl von Daten gesammelt und verarbeitet werden. Mit Deep Learning werden komplexe Bewegungsanalysen von Menschen erstellt oder der Gebrauch von Mund-Nase-Schutz wird erkannt werden. Durch die Kombination von Videoanalytik mit anderen Technologien wie z.B. mit modernen Thermalkameras kann eines der Symptome des Coronavirus, eine erhöhte Temperatur, gemessen und eine mögliche Gefahr durch Infizierte erkannt werden. Damit unterstützen die Videosicherheits- und Analyselösungen die Prävention, den Schutz und die Verfolgung von COVID-19-Infektionen am Arbeitsplatz.

ETD-Wärmebildkameras
Die Avigilon H4 Kamera mit integrierter Analysetechnologie ermöglicht das Messen von Anzeichen erhöhter Tem peratur. Die Avigilon H4 Thermal Elevated Tempera- ture Detection (ETD)-Lösung ist seit August 2020 auf dem Markt und die neueste Ergänzung im Videosicherheits- und Analyseportfolios von Motorola Solutions. Diese neue Screening-Lösung, die zur kontaktlosen Erkennung erhöhter Körpertemperatur eingesetzt werden kann, besteht aus einer Infrarotspektrumbasierten Wärmebildkamera kombiniert mit in der Kamera integrierter Analysetechnologie.

Prävention und Kontrolle
Kameras mit Analysesoftware werden für die Einhaltung von Vorsorgemaßnahmen eingesetzt. Dazu zählen die Verwendung der Mund-Nasen-Bedeckungen sowie die einzuhaltenden Abstandsregeln (Social Distancing). Die Videosicherheits- und Analyselösungen kombinieren das Potential von Videolösungen und die Intelligenz von KI-gestützten Analysen. So können Social-Distancing-Maßnahmen umgesetzt wer- den und es wird festgehalten, wann und wo eine Person keine Maske getragen hat.
Die Videomanagementsoftware Avigilon Control Center (ACC) bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Benachrichtigen zu versenden, wenn Abstandvorgaben oder die Maskenpflicht nicht eingehalten werden. So können Entscheidungen durch Sicherheitsverantwortliche schnell getroffen werden, um auf bestimmte Szenarien zu reagieren. Die schnelle und zuverlässige Analyse erhöht zudem die Sicherheit der Mitarbeiter, da gesetzlich vorgegebenen Hygienevorschriften entsprechend überprüft und umgesetzt werden können.
In Unternehmen, in Gebäuden und auch auf Einkaufsflächen oder öffentlichen Plätzen können KI- basierte Lösungen zur Kontaktverfolgung genutzt werden. Die Verbreitung von COVID-19 in Büros oder an anderen Orten kann so verhindert werden. Im Gebäude kann die Kombination aus physischer Zugangssicherung und Videomaterial wichtige Daten zur Verfügung stellen und so kann auch festgestellt werden, wo sich eine infizierte Person aufgehalten hat. Infektionsketten sind somit nachvollziehbar.
Wird eine Zugangskontrolle mit Avigilon Appearance Search-Videoanalysetechnologie und die Identitätssuche kombiniert, kann das Sicherheitspersonal eine Zeitleiste sowie Videoclips erstellen, die den gesamten Weg der Person über das Firmengelände zeigen. Dadurch können mögliche Kontaktpersonen rechtzeitig informiert werden. Das erhöht die Sicherheit aller im Gebäude arbeitenden Mitarbeiter.

Videoanalyse: Überwachung des Maskengebots
Im Augenblick begleitet die Maskenpflicht die Menschen in vielen Lebensbereichen. In öffentlichen Gebäuden, im Einzelhandel oder öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Notwendigkeit zur Kontrolle dieser Maskenpflicht. Die großen Menschenmengen können mit einer effizienten Bildanalyse überprüft werden. So kann mit der Avigilon Appearance Search-Technologie, der auf KI basierende Deep Learning-Video Engine, jedes noch so umfangreiche Videomaterial einfach und schnell durchsucht werden. Benutzer können anhand von bestimmten Eigenschaften wie Geschlecht, Alter oder Farbe der Kleidung nach Personen suchen. Die Suche nach einer Person oder einem Fahrzeug an einem Standort kann nahtlos über mehrere Server hinweg durchgeführt werden.
Avigilon bietet die ACC -Benutzeroberfläche mit KI-gestützter Deep-Learning-Videoanalyse und die UMD-Techno- logie, um Informationen zu möglichen Aktionen zu liefern und sicherzustellen, dass kritische Ereignisse nicht unbemerkt bleiben. Mithilfe der ACC-Software große Videomengen schnell durchsuchen, indem Ereignisse markiert werden, die möglicherweise genauer untersucht werden müssen. So wird die Arbeitszeit auf Minuten reduziert.

Selbstlernende Videoanalyse
Durch den Einsatz von erweiterter musterbasierter Analyse und beispielbasierter Lerntechnologie steigert die Videoanalyse die Produktivität des Sicherheitspersonals und sorgt so für eine effektive Sicherstellung der Anforderung.
Eine selbstlernende Analyse erweitert die Effektivität des Sicherheitspersonals. So können diese auch auf unvorhergesehene Ereignisse sofort reagieren. Die Analysetools sind in Avigilon Kameras mit Auflösungen bis 5K (16 MP) integriert.
Mit einer Videomuster-Erkennungstechnologie können die Bewegungen von Personen und Fahrzeugen präzise erkannt werden, während Bewegungen, die für eine Szene nicht relevant sind, ignoriert werden. Das System lernt fortwährend, um die Anzahl falsch positiver Ergebnisse („False Positives“) zu verringern. So wird sichergestellt, dass Warnungen aussagekräftig sind, keine Zeit vergeudet und die Effizienz erhöht wird.
Dank dieser Lernfähigkeit können Benutzer Feedback zur Genauigkeit der Alarmereignisse geben. Anstatt zur Reduzierung von Fehlalarmen die Analyseempfindlichkeit zu verringern, wird das Gerät geschult und die Genauigkeit der Analysen erhöht, mit deren Hilfe ermittelt wird, welche Alarme echt und welche falsch sind. Dadurch wird die Rate der falsch positiven Alarme weiter gesenkt.
Mit der Zeit lernt das System die Szene kennen und ist in der Lage, wichtige Ereignisse auf Basis von Benutzerfeedback zu priorisieren. So wird die Analysegenauigkeit unter Bedingungen erhöht, die von Belang sind. Fehlalarme werden reduziert, und die Aufmerksamkeit bleibt auf relevante Ereignisse gerichtet.

Technik unterstützt Dienstleistungen
Auch wenn Künstliche Intelligenz eine Vielzahl von automatischen Abläufen und Benachrichtigungen innerhalb des Sicherheitsmanagements möglich macht, ist auf den Faktor Mensch nicht vollständig zu verzichten. So ist die Technik ein Hilfsmittel, das festgesetzte Parameter prüfen kann, bevor z.B. ein Sicherheitsmitarbeiter bei fehlenden Abständen zwischen Kunde in einem Einzelhandelsgeschäft per Durchsage oder persönlich auf den Missstand hinweist und zu einem anderen Verhalten auffordert. Auch die Überwachung von Eingängen kann durch die technischen Lösungen effektiver überwacht werden und kostenseitig sind die Aufwendungen für Personaleinsatz wirklich geringer.

Quellen: Avigilon a Motorola Solutions company; ml / dcm / ass