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Professioneller Einbruchschutz dank Sicherheitsglas

Seit 2015 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik rückläufige Zahlen bei Wohnungseinbrüchen. Ein wichtiger Grund hierfür ist, dass Eigentümer zunehmend in Sicherungstechnik investieren. Welches Sicherheitsglas den besten Schutz bietet und worauf dabei zu achten ist, weiß Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas e.V. (BF).

Zwei Arten von Schutz
Mittlerweile bleiben rund 45 Prozent der Einbruchsdelikte im Versuchsstadium stecken. Damit man es den Einbrechern so schwer wie möglich macht, gibt es zum einen sogenanntes Alarmglas, das aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) hergestellt wird. „Wenn das ESG zerbricht und die aufgedruckte, stromleitende Schleife gekappt wird, geht die Alarmanlage los“, erklärt Grönegräs. „Auch eine unmittelbare Meldung des Einbruchs an die Polizei ist mit diesem Glas möglich.“

Dieses Glas kann aber nur geringen Widerstand leisten – anders ist das bei Verbundsicherheitsglas (VSG). Auswählen können Hausbesitzer bei dieser Variante zwischen durchwurf- und durchbruchhemmender Verglasung. Dank eingearbeiteter Spezialfolien ist dieses Glas besonders stabil und leistet einem Einbruchsversuch erheblichen Widerstand. Wie lange, das ist abhängig von den Sicherheitsstufen.

Für Privathäuser und Wohnungen mindestens Sicherheitsstufe P5A
P1A bis P5A werden als durchwurfhemmend bezeichnet. Bei den stärkeren Klassen P6B bis P8B spricht man von durchbruchhemmendem Glas. „Da die Einbrecher häufig versuchen, das Glas zu zerstören, sollte man sich im Eigenheim mindestens für die Sicherheitsklasse P5A entscheiden“, rät der Glasexperte. „Hier müssen Einbrecher schon viel Zeit investieren, um durch das Glas an den Fenster- oder Türgriff zu gelangen. Diese Zeit haben sie meistens nicht.“ Noch sicherer sind dann nur noch die Stufen P6B bis P8B. Diese High-End-Verglasungen halten auch schweren Einbruchwerkzeugen stand. „Die Kriminalpolizei oder Mitarbeiter von Unternehmen, die ESG und VSG produzieren, können nützliche Tipps geben, welche Sicherheitsstufe sinnvoll ist“, rät der BF-Geschäftsführer abschließend. „Hier spielen der Wohnort sowie die Art und Lage der Wohnung eine entscheidende Rolle.“ BF/FS