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Hamburg baut Urban Air Mobility Förderung aus

Die Freie und Hansestadt Hamburg baut ihre Förderaktivitäten zur Entwicklung von Urban Air Mobility und zivilen Einsatzmöglichkeiten von Drohnen deutlich aus. Das gab Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, am 7. Mai 2019 anlässlich eines parlamentarischen Abends in der Hamburger Landesvertretung in Berlin bekannt. Das Programm mit dem Namen „WinDroVe 2.0“ baut auf das 2017 in Hamburg gestartete Netzwerk zur Förderung von Drohnenaktivitäten in Metropolregionen auf, bei dem erstmalig allen Akteuren des neuen Wirtschaftszweigs - von Politik bis Industrie – eine Möglichkeit des regelmäßigen Austausches geboten wurde. Innerhalb des Clusters Hamburg Aviation und des ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung soll „WinDroVe 2.0“ die erfolgreiche Netzwerkarbeit fortsetzen und mögliche Anwendungsszenarien für Urban Air Mobility in Hamburg erschließen. Dafür stellen die Stadt Hamburg, der Europäische Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung bis 2022 knapp 850.000 Euro für das Projektmanagement zur Verfügung. Bereits seit vergangenem Jahr ist Hamburg eine der fünf deutschen Modellregionen in der europäischen Urban Air Mobility Initiative.

„Als Stadtstaat mit kurzen Wegen und engem Austausch zwischen Wirtschaft, Behörden und Politik ist Hamburg geradezu prädestiniert dafür, sich bei der Entwicklung eines innovativen neuen Wirtschaftszweigs wie Urban Air Mobility zu beteiligen. Dieser kann aber nur erfolgreich sein, wenn seine Vorteile letztlich einem breiten Teil der Bevölkerung zugutekommen, nicht nur einzelnen Akteuren. Hierfür Beispiele zu finden und zu erschließen ist der Grundgedanke des „WinDroVe“-Netzwerks“, sagte Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Michael Westhagemann, am Rande des parlamentarischen Abends in Berlin.

Welche Anwendungsszenarien für die Metropolregion Hamburg infrage kommen, war ebenfalls Gegenstand des parlamentarischen Abends zum Thema Urban Air Mobility, an dem etwa 120 geladene Gäste in der Hamburger Landesvertretung in Berlin zusammenkamen. Zu den Diskutanten zählten neben der Hamburger Politik auch der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Deutschen Bundesregierung, Thomas Jarzombek, sowie in Hamburg verwurzelte Luftfahrtakteure wie Airbus, Lufthansa Technik und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Über Hamburg Aviation

Mit mehr als 40.000 hochqualifizierten Fachkräften ist Hamburg einer der größten Standorte der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik sowie dem Hamburg Airport tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei. Um ihren Standort zu fördern, haben sich Unternehmen, Hochschulen, Verbände, Wirtschaftsbehörde und weitere Partner zum Cluster Hamburg Aviation zusammengeschlossen. Gemeinsam verfolgen sie ein Ziel: mit vernetzter Forschung und Entwicklung hochwertige Produkte und Dienstleistungen für die Luftfahrt der Zukunft auf den Markt bringen, die gut für Passagiere sind und Maßstäbe in Sachen Ressourcenschutz setzen. Hamburg Aviation konzentriert sich auf fünf Produktwelten: Entwicklung und Bau von Flugzeugen und Flugzeugsystemen, Entwicklung und Bau von Kabinen und ihren Systemen, Optimierung der Aviation Services, Effizienzsteigerung der Lufttransportsysteme sowie luftfahrtbezogene Informations- und Kommunikationstechnologien. 2008 wurde Hamburgs Luftfahrtcluster vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Spitzencluster gekürt. 2014 wurde Hamburg Aviation von der ECEI-Initiative der Europäischen Kommission mit dem GOLD Label als eines der am besten gemanagten Cluster Europas ausgezeichnet, 2016 als einer der 100 „Ausgezeichneten Orte in Deutschland“ im Wettbewerb „Land der Ideen“.