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Hartmann Tresore: Kann man Tresore nach Gehör knacken?

Die Antwort weiß: Bernd Schupke, VdS-zertifizierter Tresortechniker bei Hartmann Tresore: Bei dieser Frage entstehen sofort Bilder aus alten Schwarz-Weiß-Filmen im Kopf: Der Ganove dreht am Zahlenschloss des Tresors. Er versucht mit Hilfe eines Stethoskops zu horchen, um welche Kombination es sich handelt. Und ja: Wer ein superfeines Gehör hat und sich an einem Tresor mit einem sehr alten, mechanischen Zahlenkombinationsschloss zu schaffen macht, der könnte theoretisch erfolgreich sein. Aber nur, wenn der Tresorknacker gute Kenntnisse über die Mechanik hat und sehr viel Geduld mitbringt.

Erfahrungsgemäß dauern solche Prozesse zehn bis 20 Stunden. So viel Zeit hat ein Einbrecher nie. Heute kommen vereinzelt noch Kombinationsschlösser zum Einsatz. Diese sind mit einem Abtastschutz ausgestattet, der für erhebliche Nebengeräusche sorgt und somit das Erkennen der Kombination unmöglich macht. Qualitätstresore sind immer mit zertifizierten Verschlusstechniken ausgestattet. Elektronische Schlösser, in die man einen Zahlencode eingibt, oder biometrische Systeme, bei denen sich der Tresor durch Erkennung des Fingerabdrucks öffnet, sind eine sichere Wahl. Es gibt auch Tresore mit Doppelbartschlüssel. Hier besteht die Gefahr, dass der Einbrecher das Haus auf den Kopf stellt, um den versteckten Schlüssel zu finden.

Unternehmensprofil:

Die Hartmann Tresore AG gehört zu den führenden Anbietern von Qualitätstresoren und -waffenschränken. In den sieben Niederlassungen in Deutschland sowie den sechs Standorten in Europa und dem Mittleren Osten arbeiten rund 160 Mitarbeiter. Zum Produktprogramm gehören nach Euro-Norm geprüfte und zertifizierte Tresore in allen Größen und Widerstandsgraden, unter anderem einbruch- und feuersichere Tresore, Dokumenten- und Datensicherungsschränke, Möbel- und Wandtresore, Schlüsseltresore und Schlüsselmanagement-Systeme, Einwurf- und Deposittresore, Waffenschränke, Wertraumtüren, Wertschutzräume sowie Schließfachanlagen. Ein weiterer Schwerpunkt sind branchenspezifische Sicherheitslösungen für Handel, Industrie, Hotellerie und Gastronomie, Behörden und öffentliche Einrichtungen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen, die Automobilbranche sowie für Filialisten.  

Bereits vor mehr als 150 Jahren betrieb die Familie Hartmann eine Schmiede und Stellmacherei in Wewer bei Paderborn. 1983 griffen Elvira Weidemann und Christoph Hartmann die Metallbautradition wieder auf und spezialisierten sich auf den Bereich Tresore. Die Hartmann Tresore AG befindet sich noch immer in Familienbesitz. Die Arbeitsabläufe und -prozesse des Unternehmens sind nach DIN EN ISO 9001 von der VdS GmbH zertifiziert.