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Meusel & Beck engagiert sich für neues „Pfandnetzwerk“: Robuste Technik für die Sicherheit von „Pfandtonnen“

Das Traditionsunternehmen für Sicherheitstechnik und -beratung, die Meusel & Beck GmbH, freut sich über ein neues Betätigungsfeld: Seit April 2021 engagieren sich die Nürnberger Sicherheitsspezialisten − namentlich Geschäftsführer Johann Hanek und Projektmanager Patrick Leitzmann − für das von Christian Overweg, Nürnberg, unlängst gegründete „Pfandnetzwerk“. Meusel & Beck liefert dafür eine wichtige Sicherheits- und Softwarekomponente. Motto aller Beteiligten des sozialen Businesswerkes: „Spende dein Pfand!“

Das im Aufbau befindliche „Pfandnetzwerk“ ist eine Initiative, die das sozial Wirksame mit dem Praktischen verknüpft: Vordergründig installiert Christian Overweg mit vielen Firmen- und Sponsorenpartnern so genannte „Pfandtonnen“. Bis zu jeweils 200 Pfandflaschen, die oft aus Bequem- oder Achtlosigkeit weggeworfen werden, werden stattdessen in digital kontrollierten Pfandtonnen gesammelt. Die geruchsdichten und lärmgedämmten, nicht ganz mannshohen Tonnen selbst stehen an ausgewählten, gut sichtbaren Orten öffentlichen Verkehrs, z.B. Bahnhof und Shoppingcenter.

Ab einem gewissen Füllstand, der an einen zentralen Rechner gemeldet wird, werden die Tonnen erstens in regelmäßigen Touren entleert. Zweitens werden Pfandumsätze generiert – mittels des vor Jahren mit sozialen Organisationen initiierten Kreislaufsystems des „Der Grüne Punkt“, Bonn, unter dessen Motto „Spende dein Pfand“. Und drittens werden die Pfandflaschen selbst anschließend vom „Der Grüne Punkt“ der üblichen Wiederverwertung zugeführt.

Die gesammelten Pfandgelder wiederum kommen sozialen Vereinen und Organisationen vor Ort zu Gute; es entsteht ein ökologischer und wirtschaftlicher Kreislauf, in dem alle gewinnen: In der Testregion Nürnberg etwa ist es der „Straßenkreuzer e.V. Nürnberg“. Der Verein hofft durch möglichst viele Pfandtonnen und Flaschenspenden möglichst schnell die Mannschaft vergrößern zu können.

Diese in der Regel nicht so gut situierten Mitarbeiter sind für das geregelte Entleeren der Tonnen in ihrer jeweiligen Stadt zuständig − die Pfandeinnahmen kommen deshalb dem Straßenkreuzer zu 100% zu gute. Das System soll bundesweit installiert werden; Aufstellort-Partner, Sponsoren und technische Hilfesteller werden jeweils regional hinzugezogen.

Meusel & Beck kümmert sich um die Sicherheit aller Tonnen

Hintergründig bedingt dieses nachhaltige, umweltschonende Pfandsystem allerdings einen enormen technischen Aufwand. Nicht nur, dass das Design der Tonnen ausgeklügelt ist. Auch deren Füllmengen-Erkennung (mittels Sensorik), deren Standort- und Entleerungskontrolle und nicht zuletzt die Sicherheit, dass die je 6.900 Euro kostenden Pfandtonnen möglichst gegen üble Absichten wie Aufbrechen und Ausrauben geschützt werden, führt zu – nach außen nicht erkennbarer – technisch aufwändiger Ausstattung jeder einzelnen Tonne.

An dieser Stelle kommt die Leistung von Meusel & Beck ins Spiel, die als sicherheitstechnischer Premiumpartner ausgewählt wurden. Das Unternehmen stattet jede Pfandtonne mit einem digitalen Schließhalbzylinder aus; dieser befindet sich im Schwenkhebel der zu öffnenden Tonnenklappe. Der Halbzylinder wird ohne Batterie und ohne Stromanschluss betrieben. Und er erkennt über eine spezifizierte Übertragung, ob der Schlüssel (der die Stromversorgung des Systems „mitbringt“), mit dem die Tonne zur Entleerung geöffnet werden soll, zum Sperren berechtigt ist.

In einer zentralen Datenbank bei Meusel & Beck in Nürnberg werden die relevanten Informationen jeder Tonne und der dazugehörige Schlüssel erfasst. Die in der Cloud gehostete Datenbank steuert, wo in welcher Stadt welche Personen wann Zugriff auf die Tonnen haben sollen; „wir kümmern uns u.a. auch um die geregelten Abläufe wie Schlüsselfreischaltungen und Berechtigungskontrollen bei der Entleerung“, sagt Patrick Leitzmann, „denn über mobile Programmiergeräte können wir über die Datenbank Zugriff auf alle Schlüssel bundesweit erhalten.“

Meusel & Beck und der Schlüsselhersteller, Assa Abloy aus Berlin, engagieren sich also, in dem das 120 Jahre alte Unternehmen die robuste Schließ-Hardware für den ersten Test in Nürnberg kostenlos liefert, die Schließtechnik installiert und notfalls repariert, und sich ein Jahr lang kostenlos um das Hosting des digitalen Umfeldes kümmert. Johann Hanek dazu: „Wir halten das Pfandnetzwerk für eine so tolle soziale und umweltschützende Idee, dass wir uns gerne engagieren! Auf diese Weise können wir unsere Erfahrung als Sicherheitsdienstleister einbringen und Menschen, die nicht ganz auf der Sonnenseite des Lebens stehen, unterstützen. Wir freuen uns, dass unser Markenname künftig mit dem des Pfandnetzwerkes in Verbindung gebracht werden wird.“