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Angst vor Gewalt, Körperverletzung und Einbruch – Studie zeigt, wovor sich die Mehrheit der Deutschen fürchtet.

Die Deutschen fühlen sich mehrheitlich sicher vor Kriminalität. Allerdings gibt mehr als jeder dritte Befragte (37 Prozent) an, dass er sich wenig bis überhaupt nicht sicher fühlt. Opfer eines Verbrechens wurde laut Aussage der Befragten bereits jeder Zweite, in 19 Prozent der Fälle handelte es sich dabei um einen Raub oder Diebstahl, gefolgt von Betrug bzw. Trickbetrug mit einem Anteil von 16 Prozent. Bei rund jedem Zehnten (11 Prozent) wurde mindestens einmal eingebrochen.

Dies sind wesentliche Erkenntnisse der Sicherheitsbefragung 2021, die das Marktforschungsinstitut YouGov zum zweiten Mal nach 2020 im Auftrag des Sicherheitsexperten ABUS durchgeführt hat. Mit dieser repräsentativen Studie sollte das grundlegende Sicherheitsgefühl der Deutschen ermittelt werden. Dafür wurden 2.130 Deutsche im Zeitraum vom 23. bis 27. September 2021 befragt.

Sicherheitsgefühl und Betrugsdelikte in Zeiten der Corona-Pandemie

Wie im Vorjahr wurde das Sicherheitsgefühl in Bezug auf Kriminalität während der Corona-Pandemie abgefragt. Gaben im Vorjahr rund 14 Prozent der Befragten an, sich in diesen Zeiten unsicherer zu fühlen, sind es im Jahr 2021 rund 18 Prozent. Rund 11 Prozent gaben an, dass sie selbst oder jemand aus dem Bekanntenkreis Opfer einer Corona-spezifischen Betrugsmasche wurden (Vorjahr: 8 Prozent).

Angst vor Einbruch und den seelischen Folgeschäden

Auf die Fragestellung, vor welchen kriminellen Übergriffen die Befragten am meisten Angst hätten, wird an Stelle zwei der Einbruch in Haus oder Wohnung genannt, während an erster Stelle die Angst vor Gewalt und Körperverletzung steht. „Zum einen haben die Menschen Angst davor, Opfer eines Einbruchs zu werden – zum anderen sind aber in der Realität nur wenige Haushalte davor geschützt“, sagt Michael Bräuer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei ABUS. Die Lücke zwischen Angst und Schutz vor Einbruch ist also erkennbar. „Allerdings zeigt sich auch, dass rund jeder vierte Befragte plant, in den kommenden 12 Monaten in Absicherungssysteme zu investieren.“ Dabei ist es nicht die Angst vor den wirtschaftlichen Schäden oder materiellen Verlusten (16 Prozent), welche die Befragten im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen am meisten benennen. Stärker im Fokus steht hier eindeutig das Thema der seelischen Folgen, die Einbrüche hinterlassen können – dies wurde von 49 Prozent der Befragten angegeben.

„Daher ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu betreiben und zu vermitteln, dass bereits mit relativ einfachen Mitteln für mehr Sicherheit gesorgt werden kann, beispielsweise durch zusätzliche Sicherungen an Fenstern und Türen. Zudem besteht auch ein finanzieller Anreiz: denn wer sich Sicherheitstechnik durch Fachleute einbauen lässt, der profitiert immer noch von einer staatlichen Förderung von bis zu 1.600 Euro“, so Bräuer. Dem stimmt auch Kriminaloberrat Harald Schmidt, Geschäftsführer Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, zu: „Die Empfehlung der Polizeilichen Kriminalprävention lautet: Mechanische Sicherungen, die sinnvoll aufeinander abgestimmt sind, stehen an erster Stelle in Sachen Einbruchschutz. Sie können dem Täter einen bestimmten Widerstand entgegensetzen und einen Einbruch unter Umständen verhindern. Daher sind sie eine wesentliche Voraussetzung für einen wirksamen Einbruchschutz. Zusätzlich eingebaute Einbruchmeldeanlagen (EMA) bieten darüber hinaus besonderen Schutz.“

Sicherheitsstudie 2021 zum Download

Sicherheitsstudie 2020 zum Download