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Dr. Stefanie Hinz wird erste Landespolizeipräsidentin des Landes Baden-Württemberg

Stabübergabe beim Landespolizeipräsidium: Zum 01.01.2020 wird Dr. Stefanie Hinz auf Vorschlag von Innenminister Thomas Strobl die erste Landespolizeipräsidentin in der Geschichte der baden-württembergischen Polizei. Sie wird die Nachfolge von Landespolizeipräsident Gerhard Klotter antreten, der auf eigenen Wunsch zum 31.12.2019 in den Ruhestand gehen wird. Zum ersten Mal nimmt damit eine Frau diese Funktion in Baden-Württemberg ein.

„Landespolizeipräsident Gerhard Klotter wird nach 45 Dienstjahren zum 31. Dezember 2019 in den Ruhestand gehen. Eine außergewöhnliche Polizeikarriere geht damit zu Ende. Er war und ist Polizist von ganzem Herzen und hat entscheidende Projekte in der Polizei auf Landes - wie auch auf Bundesebene gestemmt und vorangebracht. Für dieses wichtige Amt gilt: Es darf hier keine Sekunde ein Vakuum geben. Und deshalb freue ich mich, dass wir mit Frau Ministerialdirigentin Dr. Stefanie Hinz bereits jetzt eine Nachfolgerin gewonnen haben, die für dieses Amt allerbestens geeignet ist und gerade als herausragende weibliche Führungskraft wichtige Impulse geben wird“, so der Stellv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl zur Bekanntgabe der Nachfolge des scheidenden Landespolizeipräsidenten.

Zum ersten Mal hatte mit Gerhard Klotter ein Polizeivollzugsbeamter das Amt des Landespolizeipräsidenten in der Polizei Baden-Württembergs bekleidet. „Bei der Nachfolge für diese herausgehobene Position in der Landespolizei, ja in der gesamten Landesverwaltung, stellt sich nicht die Frage, ob Jurist oder Polizist – entscheidend ist allein die menschliche und fachliche Qualität. Und Frau Dr. Hinz bringt in dieser Hinsicht wirklich alles mit, was für diese herausragende Position gebraucht wird. Mit ihr wird keine Unbekannte in das Innenministerium zurückkehren. Bereits von 2007 bis 2011 war sie in der Zentralstelle tätig und dort auch zwei Jahre für den Polizeibereich verantwortlich - vielen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses ist sie noch in bester Erinnerung. Ihre schnelle Karriere bis zur Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium verdankt sie ihrer außergewöhnlichen Auffassungsgabe, ihrem strategischen Weitblick und ihrer persönlich verbindlichen und menschlich kollegialen Art“, so der Innenminister. Auch die Tätigkeit von Dr. Hinz beim Städtetag Baden-Württemberg als Stellv. Hauptgeschäftsführerin sieht der Innenminister als wichtig an. „Innere Sicherheit gelingt vor allem im Schulterschluss mit Städten und Gemeinden und insofern ist die kommunale Erfahrung von Frau Dr. Hinz sehr wertvoll.“

Der Minister unterstrich aber auch: „Dieses Amt kennt keine Ruhepolster. In dieser Funktion ist man vom ersten Tag an gefordert. Wir haben nach wie vor eine angespannte Sicherheitslage. Wir stehen durch die große Pensionierungswelle und laufende Einstellungsoffensive mitten in einem der größten personellen Veränderungsprozesse in der Polizeiorganisation. Und auch die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von künstlicher Intelligenz sind nicht nur eine große Chance, sie stellen die Polizei auch vor neue, große Herausforderungen – und ich habe als Innen- und Digitalisierungsminister den Anspruch, dass wir in diesem Bereich bundesweit Taktgeber sind“, so Minister Thomas Strobl.