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Bitkom unterstützt deutsch-französische GAIA-X-Organisation

Die geplante europäische Cloud- und Dateninfrastruktur GAIA-X nimmt Gestalt an. Deutsche und französische Unternehmen und Organisationen stellen heute Pläne für eine gemeinsame GAIA-X-Steuerorganisation vor und veröffentlichen erste Einzelheiten zur technischen Architektur. 

Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: „Die Gründung der GAIA-X-Organisation ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Cloud- und Dateninfrastruktur. Wir begrüßen sehr, dass Deutschland und Frankreich vorangehen, um GAIA-X europaweit zu etablieren. Das Interesse in der Wirtschaft ist da – jetzt gilt es Fahrt aufzunehmen. GAIA-X muss möglichst bald erste Angebote auf den Markt bringen. Dazu braucht es eine arbeitsfähige und offene GAIA-X-Organisation, um das Cloud-Ökosystem zu steuern und die hochgesteckten Ziele zu erreichen. 

Cloud-und Dateninfrastrukturen bilden die Grundlage der digitalen Ökonomie – auch in Europa. GAIA-X kann das Fundament für die geplanten europäischen Datenräume legen, wie sie die EU-Datenstrategie vorsieht. Damit stärkt Europa langfristig seine Datensouveränität.“

Laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research nutzten im vergangenen Jahr 73 Prozent der Unternehmen in Deutschland Rechenleistungen aus der Cloud. Für die entsprechenden Unternehmen war Datenschutz das Top-Kriterium bei der Auswahl eines Cloud-Dienstleisters. Fast alle (90 Prozent) gaben an, dass für sie die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung bei Cloud-Lösungen unverzichtbar ist. Für acht von zehn (79 Prozent) war eine transparente Sicherheitsarchitektur essentiell. Auch die Standortfrage beschäftigte die Unternehmen. Für jeweils zwei Drittel mussten der Hauptsitz des Cloud-Anbieters (67 Prozent) sowie das Rechenzentrum im Rechtsgebiet der EU sitzen (66 Prozent).

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt hat. Dabei wurden 553 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt. Die Interviews wurden mit Geschäftsführern, IT-Leitern, CTOs und CIOs geführt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.