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Barracuda-Studie: Pandemie beschleunigt Cloud-Migration

Rund die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent global/41 Prozent in Deutschland) rechnen im nächsten Monat mit einem Daten- oder Cybersicherheitsvorfall aufgrund von Homeoffice, so das Ergebnis einer neuen Barracuda-Umfrage unter über 1.000 Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA. Zudem gaben mehr als die Hälfte aller Befragten (51 Prozent global/42 Prozent in Deutschland) an, dass sie seit der Umstellung auf ein Homeoffice-Modell bereits einen Anstieg der Phishing-Angriffe per E-Mail beobachtet hätten.

Die Umstellung auf ein vollständiges Homeoffice-Modell in so kurzer Zeit hat unweigerlich eine Vielzahl an Sicherheitsproblemen mit sich gebracht, insbesondere da viele Mitarbeiter persönliche Geräte zum Austausch und zur gemeinsamen Nutzung von Daten verwenden. 50 Prozent der befragten Unternehmen haben ihren Mitarbeitern erlaubt, private E-Mail-Adressen und Geräte für die Arbeit zu nutzen (Deutschland: 45 Prozent). 51 Prozent der Entscheidungsträger sind der Meinung, dass ihre Belegschaft die Cyber-Risiken, die mit langfristigem Homeoffice verbunden sind, nicht beherrsche oder nicht richtig ausgebildet sei (Deutschland: 41 Prozent). Darüber hinaus gaben 46 Prozent an, dass sie nicht davon überzeugt seien, dass ihre Web-Anwendungen vollkommen sicher seien (Deutschland: 45 Prozent).

Risiken der Vernachlässigung der Cybersicherheit
Besonders beunruhigend ist, dass zwei von fünf Unternehmen (40 Prozent) zugegeben haben, ihr Cybersicherheitsbudget als Kosteneinsparungsmaßnahme zur Bewältigung der COVID-19-Krise zu kürzen (Deutschland: 33 Prozent). Denn gerade jetzt sind Angreifer auf der Suche nach gefährdeten Organisationen, die in dieser schwierigen Zeit möglicherweise über eine schwache Sicherheitsinfrastruktur verfügen. 50 Prozent der Unternehmen würden einen Personalabbau in Betracht ziehen, wenn dadurch der Datenschutz und die Sicherheit des Unternehmens angemessen finanziert werden könnten (Deutschland: 33 Prozent).

Beschleunigte Übergänge zu Remote-Arbeit und Cloud
Die COVID-19-Pandemie hat den Übergang zum Homeoffice erheblich beschleunigt, ein Trend, der langsam an Fahrt gewann, von dem aber nicht erwartet wurde, dass er in absehbarer Zeit weit verbreitet sein würde. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ohne die aktuelle Krise innerhalb der nächsten fünf Jahre kein Homeoffice eingeführt hätten (Deutschland: 45 Prozent). Für viele Organisationen dürfte die Veränderung nach dem Übergang jedoch von Dauer sein. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie planen, die weit verbreitete Homeoffice nach Überwindung der Krise fortzusetzen (Deutschland: 44 Prozent). 

Ebenfalls eine Reaktion auf die aktuelle Situation, ist der beschleunigte Wechsel in die Cloud. 53 Prozent geben an, dass die COVID-19-Krise sie veranlasst habe, ihre Pläne für die Umstellung ihrer gesamten Daten auf ein 100-prozentiges Cloud-Modell voranzutreiben, eine Veränderung, die langfristige Auswirkungen auf die Arbeitsweise von Organisationen haben wird (Deutschland: 40 Prozent).

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Die von Barracuda in Auftrag gegebene Umfrage wurde von der unabhängigen Forschungsagentur Censuswide durchgeführt.