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Technologie-Trends 2021: Rosige Zukunft für VDI und DaaS

Matthias Haas, CTO bei IGEL, Anbieter des Next Generation Edge Operating Systems (OS) für Cloud Workspaces, sieht vier IT-Trends, die Unternehmen im laufenden Jahr beschäftigen werden.

1. Das „New Normal“: Sicher arbeiten von überall
Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie hat viele Entwicklungen beschleunigt. Da Unternehmen aller Größenordnungen viele ihrer Mitarbeiter quasi über Nacht in die Heimarbeit schickten, erfuhren Projekte zur Ausweitung von Applikations-, Desktop-Virtualisierung und Desktop-as-a-Service (DaaS) einen ungeahnten Höhenflug.

Im Jahr 2021 wird sich „Work from Home” nochmals verändern: Ein hybrides Arbeitsmodell, in dem das Büro neue Aufgaben als sozialer Treffpunkt und Ort für kreativen Austausch übernimmt, erfordert es, dass Unternehmen Strategien entwickeln, die ein „Arbeiten von überall" ermöglichen. Dazu werden IT-Abteilungen alles daransetzen, die Arbeitsplatzbindung zu beseitigen und Endgeräte nahtlos für die Remote-Arbeit zu aktivieren. Damit wird ein Trend beschleunigt, den wir schon länger sehen: Arbeit ist kein Ort, sondern eine Tätigkeit, der man ortsunabhängig nachkommen kann.

Mit der Verbreitung von Cloud Computing, insbesondere mit der Möglichkeit, Desktops aus der Cloud bereitzustellen, wird die Notwendigkeit für die IT-Abteilung, SLAs für in der Cloud bereitgestellte Workloads zu überwachen und bereitzustellen, weiter zunehmen. Dafür werden Unternehmen Lösungen bevorzugen, die nachweislich gehärtet und sicher sind. Erfolgreich werden die sein, die weniger Patches benötigen, Sicherheitstransparenz, Analysen und Überwachung bieten, und die in besonderem Maße gegen Hackerangriffe gesichert sind.

Organisationen müssen alles daransetzen, ihren Mitarbeitern von überall aus einen sicheren, einfachen und zentral verwaltbaren Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk oder Cloud-Workspaces zu bieten. Dabei muss es egal sein, wo die Benutzer sich befinden − ob sie ins Büro zurückkehren, weiterhin von zuhause arbeiten oder flexibel hin und her wechseln.

2. Linux-betriebene Endgeräte werden Mainstream
An der Virtualisierung von Applikationen und Desktops führt kein Weg mehr vorbei. Für den Zugriff darauf bieten sich Endgeräte an, die schlank, sicher und einfach zu verwalten sind. Linux ist dafür die optimale Plattform. Selbst bestehende Hardware kann mit Linux weiter genutzt und für höhere Grafikleistung und den Einsatz von Kollaborationslösungen optimiert werden. Da die Nachfrage nach Hardware für die „Arbeit von überall“ ungebrochen ist, stellt die Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen oder die Ablösung veralteter Geräte immer noch eine Herausforderung dar. Mit einer smarten und sicheren Lösung, wie dem UD Pocket von IGEL, kann diesem Problem begegnet werden: mit dem Linux-basierten IGEL OS auf dem USB-Stick wird jeder x86-64 Rechner zu einem Endgerät, mit dem auf virtualisierte Anwendungen und Desktops zugegriffen werden kann, zentrale Verwaltung eingeschlossen. Nicht nur kann in die Jahre gekommen Hardware weiter genutzt werden, auch BYOD-Szenarien lassen sich damit realisieren.

3. Neue Hardware-Architekturen verändern den Markt
Mittlerweile kommt selbst Windows nativ aus der Cloud in Form von Windows Virtual Desktop. Ein klassischer, voll ausgebauter PC mit dem allerneuesten x86-Prozessor ist für die gängigen Office-Anwendungen, Videokonferenzen und auch für viele spezifische Anwendungen nicht mehr notwendig. Das Betriebssystem für den Zugriff auf Windows in der Cloud muss nicht Windows sein. Dem Trend zur Flexibilisierung der Endgeräte und Betriebssysteme hat sich auch IGEL angeschlossen. Seit Januar 2021 unterstützt IGEL OS auch Thin Clients basierend auf Arm-Architekturen und ermöglicht damit seinen Kunden für den jeweiligen Einsatzzweck optimierte Endgeräte einzusetzen. Die Partnerschaft mit NComputing ist ein bedeutender Meilenstein in der Weiterentwicklung von IGEL OS.

Organisationen werden den Einsatz dieser neuen Geräteklassen durch die verstärkte Nutzung von virtualisierten Desktops und Cloud Workspaces in Betracht ziehen. Dadurch lassen sich einfache, sichere, kostengünstige und dennoch leistungsfähigen Lösungen für die weitere Digitalisierung der Unternehmen umsetzen.

4. Alles dreht sich um die User Experience
Im Jahr 2021 wird das Nutzererlebnis des Endanwenders zum wichtigsten Auswahlkriterium für die Anschaffung von Software werden. Nach der Pandemie werden Unternehmen gezwungen sein, ihre Software-Lösungen neu zu überdenken: dazu gehört es auch, die laufend steigenden Ansprüche der Millennials und der Generation Z an den digitalen Arbeitsplatz zu berücksichtigen, aber auch die Mitarbeiterbindung zu verbessern und die Produktivität zu gewährleisten.

Das Stichwort heißt Consumerization, also Gewohnheiten, die aus der privaten Nutzung von Endgeräten bekannt sind, in das Arbeitsleben zu übertragen. In Zeiten mobiler Arbeitsmodelle wird es von entscheidender Bedeutung sein, Technologien einzuführen, die dabei helfen, Mitarbeiter zu halten, aber auch anzuziehen − und das von immer weiter entfernten Orten aus.

Für die Arbeit wird es wichtiger, dass alle Anwendungen und Tools immer und überall verfügbar sind; die jeweilige Technologie über die sie bereitgestellt werden, hat für den Anwender immer weniger Bedeutung. Da sie nicht mehr an bestimmte Bürostandorte gebunden sind, haben Mitarbeiter eine größere Job-Auswahl und werden nur bei Unternehmen bleiben, in denen sie geschätzt werden, produktiv sind und Technologie sie im Hintergrund dabei unterstützt, effektiv zu arbeiten.

Fazit
Das turbulente Jahr 2020 brachte einen Schub für VDI und DaaS, die Zukunftsaussichten für Desktop-Virtualisierung und Cloud Workspaces sind rosiger als je zuvor. Kosteneffiziente und zentral verwaltete Endgeräte in diesen Infrastrukturen schonen IT-Budgets und erlauben Investitionen in Automatisierung und Elastizität der Infrastruktur. Diese werden immer wichtiger, um widerstandsfähig gegen regionale oder globale Krisen zu bleiben. Genauso geschäftskritisch wird die Absicherung der IT-Umgebung sein − vom Edge bis zur Cloud. Deshalb können wir eine Erkenntnis aus dem Jahr 2020 mitnehmen: Edge Computing hat sich endgültig gewandelt, und moderne Applikations- und Desktop-Virtualiserung wird die vorherrschende Lösung auf unseren Geräten werden − egal, wo wir arbeiten wollen.

Veranstaltungshinweis: DISRUPT Unite am 25. Februar 2021
Mehr zu IGEL und aktuellen Technologien für Enduser Computing erfahren Kunden, Partner und Interessenten auf der DISRUPT Unite, die am 25. Februar 2021 als Online-Konferenz stattfindet. Registrierung hier: https://www.disrupteuc.com/