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Kommentar: Cybersicherheit fängt schon im Kleinen an

Die neuesten Erkenntnisse zum Datendiebstahl etlicher privater Informationen von Politikern haben ergeben, dass es sich um einen Einzeltäter handelte, der die Daten aus Ärger über Politiker veröffentlicht hat.

Innenminister Horst Seehofer hat in der heutigen Pressekonferenz bekanntgegeben, dass im Zuge des Vorfalls 350 neue Planstellen für das BSI errichtet werden und es insgesamt 160 neue Stellen für Cybersicherheit im Bund geben soll. Er bewertet die Cybersicherheitslage im Allgemeinen als stabil und nennt Früherkennung und Sensibilisierung rund um das Thema Cybersicherheit in Institutionen als auch Privathaushalten als die beiden wichtigsten Faktoren in der Bekämpfung von Cyberkriminalität.

Tatsächlich fängt Cybersicherheit schon im Kleinen an. So kann jeder einzelne bereits durch simple Maßnahmen die eigene Sicherheit beim Surfen verstärken. 

Julian Totzek-Hallhuber, Principal Solution Architect bei Veracode, hat im untenstehenden Kommentar die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen zusammengefasst, die jeder von uns leicht befolgen kann:

„Der aktuelle Datendiebstahl deutscher Prominenter und Politiker zeigt erneut, dass wir nicht ausreichend auf unsere Datensicherheit achten! Im aktuellen Fall geht es nach bisheriger Sachlage tatsächlich nicht um einen technisch versierten Angriff auf IT-Systeme sondern zeigt deutlich wie einfach mehrfach verwendete und einfache Passwörter ausreichen um persönliche Daten zu stehlen. Grundsätzlich sollten immer komplexe Passwörter mit Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen in einer Länge von mindestens 8 Zeichen verwendet werden. Eine einfache Methode um komplexe Passwörter zu bilden ist die Verwendung der Anfangsbuchstaben eines leicht zu merkenden Satzes wie zum Beispiel „Mein Haus wurde 1978 erbaut und hat die Hausnummer 12“ - MHw1978euhdH12. Wenn zusätzlich noch ein Sonderzeichen eingebaut wird ist ein solches Passwort nur sehr schwer zu erraten oder zu berechnen. Zusätzlich sollten für alle Logins unterschiedliche Passwörter verwendet werden. Dies ist heutzutage nicht immer einfach bei der Menge an Benutzernamen und Passwörtern die wir uns merken müssen, aber auch hier können sogenannte Password Manager helfen die Flut an Daten zu verwalten.“