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Statement von Andrea Wörrlein, VNC-Geschäftsführerin und -Verwaltungsrätin

Kürzlich das bayerische Kultusministerium, jetzt das Schweizer Medieninstitut für Bildung und Kultur Genossenschaft Educa.ch: Stück für Stück erobert der amerikanische Software-Gigant Microsoft staatliche Kultusbehörden in Europa. Über die Bedingungen und Konditionen des Rahmenvertrags ist nur soviel bekannt, dass jetzt jeder Mitarbeiter persönlich lizensiert werden muss. Die Gesamtkosten dafür liegen insgesamt in einem zweistelligen Millionenbereich in Schweizer Franken. Diese Entscheidung ist ein teurer Rückschritt gegenüber der vorherigen Vollzeitäquivalent-Pauschale. Um so unverständlicher, dass die Behörde dazu angeblich ebenso wenig exakte Angaben machen kann (oder will) wie zu datenschutzrechtlichen Fragen. Mit Transparenz und Offenheit, wie wir das aus der Open-Source-Szene kennen, hat das wenig zu tun. Und die Frage, warum sich immer mehr staatliche Bildungsorganisationen in die kostspielige Abhängigkeit von proprietären US-Systemen begeben, statt europäischen Alternativen eine faire Chance zu geben, erwartet dringend plausible Antworten.