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Blitzumfrage: Der Ball fliegt nicht allein durchs Netz

EM-Angebote im E-Mail-Postfach, Facebook als Kommunikationsplattform Nummer eins mit Freunden und Bekannten und das Smartphone als erste Informationsquelle, wenn gerade einmal kein Fernseher in der Nähe ist. Mit den Kickern laufen auch die Cyberkriminellen zu Höchstformen auf. Laut einer Blitzumfrage(1) im Auftrag von Sophos ist der Anteil der E-Mail Angebote rund um die EM in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. 54 Prozent der Befragten gaben an, EM-Werbung in ihrem E-Mail-Postfach vorgefunden zu haben. Ein Großteil, nämlich 73 Prozent, hat jedoch drauf verzichtet sich Teambilder oder Spielpläne herunter zu laden oder auf Informationslinks zu klicken. Die übrigen 27 Prozent taten das.

Live dabei – im Firmennetz oder mobil
Um auch wirklich immer und überall über den aktuellen Spielstand informiert zu sein, nutzen 17 Prozent der Befragten den Computer am Arbeitsplatz, gut 23 Prozent loggen sich mit ihrem mobilen Gerät ins Firmennetz ein und 16 Prozent nutzen ein öffentliches WLAN. Knapp 16 Prozent haben eine App auf ihrem Smartphone installiert, die sie über den aktuellen Spielstand informiert und die überwiegende Mehrheit hält sich über die mobilen Daten des Smartphones auf dem Laufenden.

Wer eines der vielen kostenlosen Live-Stream-Angebote im Internet nutzt, setzt sich besonderen Gefahren aus, wie eine jüngst durchgeführte Studie der Katholischen Universität Löwen und der Stony Brook Universität in New York(2) ergab. Denn kostenlos sind sie keineswegs. Forscher analysierten 23.000 Websites auf mehr als 5.300 Domains, 830.000 Mal riefen sie dabei einzelne Streams ab. Rund 50 Prozent aller untersuchten Seiten enthielten Schadsoftware.

Gemeinsam jubeln auf Facebook
Der Austausch mit anderen Fans über Elfer, Body-Checks und Fußballmärchen erfolgt vor allem über Facebook. Knapp 64 Prozent der im Auftrag von Sophos Befragten gaben an, sich hier als Live-Kommentatoren zu betätigen. Twitter nutzen hierfür im Vergleich nur 9,3 Prozent der Befragten, 45 Prozent tauschen sich anderweitig aus.

„Bei aller Fußball-Euphorie ist im Umgang mit digitalen Angeboten Vorsicht geboten“, sagt Sascha Pfeiffer, Sicherheitsexperte von Sophos. „Auch Hacker lieben Fußball – und sie spielen foul. Verbraucher sollten besonders jetzt gesunde Skepsis walten lassen, wenn Informations- oder andere Angebote aus unbekannten Quellen besonders attraktiv wirken und ihre Geräte schützen.“

Wer sind die Hacker?
Zwei Typen von Cyberkriminellen sind derzeit besonders aktiv: Der Spammer und der Smartphone Hacker.

Spammer nutzen immer wieder aktuelle Möglichkeiten, wie etwa die Urlaubs- und Weihnachtszeit, oder eben große Sportevents, um die aktuelle Neugier der Verbraucher auszunutzen und so über Phishing an Daten zu kommen. Dabei gehen sie immer raffinierter vor und legen zusehends mehr Wert auf Gestaltung und Sprache der E-Mails. Smartphone-Hacker verwenden in der Regel Schadprogramme, Viren und Trojaner, aber auch Phishing- und Snoopware-Methoden um Zugriff auf die Geräte zu bekommen.

Schutz vor allen aktuellen Bedrohungen liefert eine Vielzahl von Produkten, etwa Sophos Mobile Security, das in aktuellen Tests eine Erkennungsrate von 100 Prozent aufweist, oder Sophos Home. Hier können Endverbraucher erstmals im privaten Umfeld auf ein Produkt zurückgreifen, das eigentlich zum Schutz von Unternehmensdaten konzipiert wurde. Sophos Home schützt vor Viren, Malware und anderen Bedrohungen und ist für bis zu zehn PCs und Macs pro Haushalt erhältlich.

1) Die Studie wurde von Techconsult im Auftrag von Sophos im Juni 2016 unter 300 Angestellten von Unternehmen unterschiedlicher Branchen durchgeführt.

2) http://www.securitee.org/files/flis_ndss16.pdf