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Datacenter Sicherheit: Island auf Platz Eins im globalen Vergleich

Dank hoher Energieverfügbarkeit, niedriger Energiekosten, kühlen Temperaturen und hundertprozentiger Nachhaltigkeit mit Strom aus Geothermie und Wasserkraft hat sich Island als beliebter Standort für Rechenzentren etabliert.

Welcher Standort eignet sich besonders zum Lagern von Daten? Dieser Frage ging der “Data Centre Risk Index 2016” nach. Die Antwort ist eindeutig: Vor anderen europäischen Ländern und den USA landet Island auf Platz eins. Wichtige Kriterien der Beurteilung waren Energiekosten, Anbindung, politische Stabilität, Energiesicherheit, Nachhaltigkeit, Inflation, Steuern, Arbeitsbedingungen und Katastrophenrisiko. Die höchsten Werte wurden für Wasserfügbarkeit, Bandbreite, Energiekosten und Handhabbarkeit der Geschäfte (Ease of Doing Business) vergeben.

Island holte sich in allen Bereichen die volle Punktzahl. Im Vergleich zu den Vorjahren haben Länder wie Deutschland erheblich an Punkten verloren, beispielsweise aufgrund von Steuern und Arbeitskosten.

„Nach der Finanzkrise 2008 hat sich Island neu erfunden“, so Christian Kallenbach, Director Business Development Europa bei Verne Global. „Mit der wachsenden Datenflut und Trends wie Big Data und zunehmenden Leistungsdichten steigt der Bedarf an günstigen Rechenzentren. Genau darin liegt eine Stärke Islands: Mit 100 Prozent grüner Energie aus Geothermie und Wasserkraft und einem ganzjährig kühlen Klima eignet sich die Insel ideal als Standort für Rechenzentren. Unternehmen profitieren zudem von den günstigen Strompreisen Islands. Im Vergleich zu einem deutschen Rechenzentrum lässt sich so bis um die Hälfte der Betriebskosten einsparen“, so Kallenbach.

Zentral zwischen den großen Rechenzentrumsmärkten Der boomende Wirtschaftsstandort liegt zudem zentral zwischen den beiden großen Rechenzentrumsmärkten Europa und Nordamerika und kann mit einer hervorragenden Datenanbindung an beide Kontinente aufwarten. Farice, Danice und Greenland Connect heißen die Tiefseekabel, die die Insel mit dem Rest der Welt verbinden. Sie schließen beispielsweise London bzw. Amsterdam mit einer Kapazität von je 28 Gigabit pro Sekunde an das Rechenzentrum in Island an. Dem sicheren Datenaustausch steht also nichts im Wege.

Datensicherheit wie in Deutschland Stichwort Sicherheit: Das Land hat eine der fortschrittlichsten Digitalen Agendas – und das schon seit 2010. Durch die Zugehörigkeit zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) richtet sich Island nach den Datenschutzbestimmungen der Europäischen Union. Damit gelten in isländischen Rechenzentren die gleichen Richtlinien wie an deutschen Standorten. Kein Unterschied also, ob der Server in Regensburg oder Reykjavik steht.

Förderung durch offizielle Stellen Auch die Regierung und offizielle Stellen unterstützen den Standortvorteil Island für Unternehmen und fördern Rechenzentren als wichtigen Wirtschaftsfaktor. Das ermöglicht den Betreibern, ihren Kunden die Wettbewerbsvorteile des Standortes weiterzureichen. Dazu gehören neben langfristig gesicherten Strompreisen auch reduzierte Steuern, geringere Sozialabgaben sowie gute Umrechnungskurse.

http://www.cushmanwakefield.co.uk/en-gb/research-and-insight/2016/data-centre-risk-index-2016/