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Kommentar: Datensicherheit ist kein statischer Zustand

„Mit der zunehmenden Digitalisierung und steigenden Vernetzung unserer Alltagswelt wird die Sicherheit unserer Daten und ihr Schutz vor Missbrauch zu einer immer größeren Herausforderung. Der Europäische Datenschutztag, der am kommenden Sonntag bereits zum 11. Mal begangen wird, rückt diese Problematik einmal mehr in den Mittelpunkt und bietet Raum, für den Wert unserer Daten und die Bedeutung von Datenrechtsverletzungen zu sensibilisieren. Der 28. Januar wurde dabei nicht willkürlich gewählt, vielmehr jährt sich an diesem Tag die Unterzeichnung der Europäischen Datenschutzkonvention (Konvention Nr. 108) im Jahr 1981 bereits zum 37. Mal.
Zumindest in den Unternehmen dürfte das Thema Datenschutz in diesem Jahr allerdings ohnehin weit oben auf der Agenda stehen. Grund hierfür ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren im kommenden Mai endgültig in Kraft tritt. Hat die Datenschutzkonvention aus dem Jahr 1981 den Weg zu einem einheitlichen europaweiten Datenschutz geebnet, fährt die DSGVO nun allerdings deutlich schärfere Geschützte auf. Denn während die Datenschutzkonvention den Mitgliedsstaaten einen breiten Spielraum bei der Gestaltung von Sanktionsregelungen überlässt, sieht die DSGVO bei Datenrechtsverletzung empfindliche, potenziell existenzgefährdende Bußgelder vor und wird diese auch konsequent eintreiben. Diese neue „Schärfe“ von Seiten der EU wird hoffentlich dafür sorgen, dass achtloses Datensammeln und verheimlichte Datenschutzverletzungen nur noch die Ausnahme sind und die Rechte der Bürger gewahrt werden.
Doch genau wie die Richtlinien der Europäischen Datenschutzkonvention seit Jahren überarbeitet werden, müssen die Verantwortlichen auch dafür sorgen, dass die Regulierungen der DSGVO stets an den technologischen Entwicklungen angepasst werden. In einer technisch derartig schnelllebigen Zeit wie der unseren, darf Datensicherheit nicht als statischer Zustand angesehen werden, der erreicht werden kann, sondern als ein kontinuierlich andauernder Prozess, der stets hinterfragt, überwacht und optimiert werden muss.“

Rainer M. Richter, Director CEE, SentinelOne