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Rigetti kündigt den Launch der ersten Software für Quantum Computing an

Der unter dem Titel „Think Quantum – the prediction of everything“ angekündigte Zukunftskongress des 2b AHEAD ThinkTanks sorgte bereits im Eröffnungspanel am Dienstagmorgen dafür, die bisher in einen Zeithorizont von zehn bis zwanzig Jahren angesiedelte Implementierung leistungsstarker Quantum Computer an das Hier und Jetzt anzuknüpfen. In seiner Keynote kündigte der aus dem Silicon Valley nach Wolfsburg angereiste Senior Researcher Dr. Will Zeng den Go live der von Rigetti entwickelten und auf Quantenmechanik basierenden Forest Software für den 21. Juni 2017 an. Diese verdoppelt die Leistung von Computern mit jedem neu hinzugefügten Kern. Daraus ergeben sich Einsatzszenarien, die heute kaum abzuschätzen sind. Seiner Rolle als Impulsgeber und Gestalter neuer Perspektiven für die anwesenden Gäste der Konferenz wird er damit gerecht. Die neue Programmumgebung soll Organisationen, Forschern und Studenten Zugang und Auseinandersetzung mit Quantum Computern verschaffen, selbst wenn die Hardware noch in den Kinderschuhen steckt.

Den Namen Forest haben der Yale- und Oxford-Absolvent Zeng und sein Team bewusst gewählt. Ihrem Verständnis nach nutzt Quantum Computing das Beste, was die Natur uns zur Verfügung stellt und wendet dieses lösungsorientiert und unglaublich produktiv auf diverse Fragestellungen an, von Lebensmitteln über Klimawandel bis hin zur Energie- und Datenwissenschaft. Forest – so die zweite Assoziation des Namens zum Produkt – ist für Zeng der Beginn eines Ökosystems.   

Die Entwicklung der Quantencomputer ist der am meisten unterschätzte Trend. Seit Jahren engagieren sich Unternehmen wie Rigetti an der Entwicklung neuer Hardware und Software von Quantencomputer. Durch die Lancierung treten wir in ein neues Zeitalter der Technologie-Entwicklung. Wie es scheint, entwickelt Quanten Computing seine eigenen Mooreschen Gesetze. Diese Regeln katapultieren Exponentielles Scaling auf ein komplett neues Level. Bisher verdoppeln konventionelle Computer ihre Performance jedes Jahr. Bisher sind das insgesamt etwa 1000 Performance-Upgrades in Sachen Leistungsfähigkeit von Computern. Nun scheint das Mooresche Gesetz hinfällig. Erste Unternehmen wie Intel werfen ihre Entwicklungszyklen bereits über Bord. Das Interesse an applikationsspezifischen Prozessoren steigt erheblich mit der Verbreitung von GPUs, FPGAs, mit den Tensor Product Units von Google oder ASICSs.


Die Quantum Revolution hat begonnen. Weitere Paneldiskussionen und Keynotes sind zum Thema Quantencomputer für heute und den morgigen Mittwoch geplant.

Das ausführliche Programm finden Sie unter: http://kongress.zukunft.business