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Spurlose Datensicherheit noch nicht erreicht

Der Datenschutz ist und bleibt ein absolut wichtiges Thema für die Unternehmen. Unternehmen nutzen entsprechende Methoden zur Datenlöschung und Datenvernichtung, doch noch immer kommt es zu Ausfällen und Datenlecks, die beachtlichen Schaden verursachen können. Dies ergab eine von techconsult durchgeführte Studie in 300 deutschen Unternehmen.

Datensicherheit auf defekten Datenträgern noch immer kritisch
42 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Datensicherheit auf defekten oder ausgetauschten Datenträgern als kritisch an, denn nicht konsequent vernichtete Daten können ohne sehr großen Aufwand wiederhergestellt werden. Noch immer gibt es ein Viertel der Unternehmen, die für die Außerbetriebnahme von Datenträgern keine festen Vorgaben haben. 76 Prozent der Unternehmen haben für diesen Prozess Handlungsweisen definiert.
61 Prozent der Unternehmen haben Hardwarekomponenten im Einsatz, die aufgrund der Speicherung sensitiver Daten nach einem Defekt das Unternehmen nicht verlassen dürfen, auch nicht zu Reparaturzwecken. Dennoch kam es gerade auch bei diesen Unternehmen zu überdurchschnittlich zu Ausfällen und Datenverlusten. Bei 30 Prozent dieser Unternehmen kam es mindestens einmal im vergangenen Jahr zum Datendiebstahl, in jedem fünften Unternehmen wurden defekte Platten gestohlen. 10 Prozent waren sogar mehrfach im Jahr betroffen. Das ist dramatisch, wenn man die Folgen bedenkt. Auf der einen Seite steht der rechtliche Schaden, wenn sensible Daten in die Hände Unbefugter gelangen, auf der Seite steht der die beeinträchtigte Produktivität, der Arbeitsausfall und der sich auch daraus ergebende monetäre Schaden. Das spricht für einen Bedarf an sicheren Lösungen zur dauerhaften und sicheren Datenzerstörung.

Eingesetzte Methoden zur Datenvernichtung
Die Unternehmen greifen zur Datenvernichtung auf ganz unterschiedliche Methoden zurück. 42 Prozent der Unternehmen gaben an, zur Zerstörung der Datenträger „Schredder-Services“ zu nutzen. Die Geräte zur Vernichtung von Datenträgern sind häufig groß, komplex in der Bedienung und teuer. Dennoch zerstört über die Hälfte derer die Datenträger vor Ort im eigenen Unternehmen, da sie auf Grund sensitiver Daten das Unternehmen nicht verlassen dürfen.
39 Prozent lassen die Datenträger nach standardisierten Verfahren mittels Software überschreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass vor allem sensible Daten mehrmals überschrieben werden müssen. Geschieht dies nicht, können die Daten wieder reproduziert werden. Eine weitere zum Einsatz kommende Alternative ist die Entmagnetisierung, die von einem Drittel der Unternehmen genannt wurde.

Alle weiteren Ergebnisse stehen im Bericht zur Studie „Spurlose Datensicherheit noch nicht erreicht“, zum Download hier zur Verfügung.