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Sicherheitsfirma Meusel & Beck konzipiert innovativen Transponder

Wer mit seinem Auto oder Lkw an ein Tor mit einer Metallstele heranfährt, um in seine Garage oder auf einen Firmenhof zu kommen, kennt das: Die Zufahrt ist oft eng und heikel, der notwendige Schlüssel muss mühsam eingeführt werden, manchmal steht die Stele gar irgendwie im Weg. Selbst mit einem modernen RFID-Leser muss auch hier der Transponder, also ein kleiner „Sender“, erst in das Lesefeld von nur wenigen Zentimetern Abstand gehalten werden. Dafür bleibt es einem Nutzer oft nicht erspart, bei schlechtem Wetter das Fahrzeugfenster zu öffnen oder gar auszusteigen. „Das ist alles ist nicht mehr nötig“, erzählt Vertriebsprojektmanager Patrick Leitzmann von der Meusel & Beck GmbH, Nürnberg, die für solche Fälle eine praktikable Lösung gefunden hat.

Zwei Partnerfirmen von Meusel & Beck regten 2020 eine bequemere und vor allem ganzheitliche Zutritts- bzw. Zufahrtslösung an; die M&B-Fachleute konzipierten daraufhin ein innovatives Konzept. Patrick Leitzmann freut sich über das Ergebnis: „Es wird ein neuartiger Transponder eingesetzt, der nicht nur, wie meist üblich, im so genannten RFID-Nahbereich sendet. Sondern zusätzlich auch einen größeren Weitenbereich über BLE abdeckt, je nach Bedingungen also rund 10 Meter Distanz“ (BLE heißt Bluetooth Low Energy). Diese interessante technische Entwicklung deckt damit alle Vorteile der beiden unterschiedlichen Übertragungswege – nah und fern − in einem vereinigten System ab.

Drei Firmen arbeiteten zusammen für eine Lösung
Die Ideenfindung war nicht ganz einfach, denn es ist ein kombinierter Transponder nötig. Einen solchen „Handsender“ allerdings gab es beim Vertragspartner von Meusel & Beck, der dormakaba Deutschland GmbH, Dreieich − einem renommierten Hersteller von Zutrittskontrollsystemen − bis dato noch nicht. Also griff Meusel & Beck auf die Fachkompetenzen einer zweiten Partnerfirma, der Mada Marx Datentechnik GmbH, Villingen-Schwenningen, zu. Denn Mada führt einen solchen Kombinationstransponder im Programm. Meusel & Beck wusste nun beide Techniken miteinander intelligent zu verknüpfen: Der "Mada BLE-Transponder"- wurde – „nach einer aufwändigen Tüftelei“, wie Leitzmann erzählt − in die Spezialsoftware „Matrix One“ von dormakaba integriert.

Daraufhin können nun, so der Vertriebsprojektmanager, „und das ist die Innovation, mehrere Übertragungswege mit nur einem kleinen Handgerät und auf nur einer Softwareplattform verwaltet werden. Beide, RFID und BLE, lassen sich mit diesem Bluetooth-Kombitransponder gleichermaßen verwenden“. Die Realisierung ist aktuell gelungen. Wer seitdem also in seinem Auto/Lkw vor einer Garage, Schranke oder einem Tor steht, „kann das Öffnen des Tores bequem aus seinem Fahrzeug heraus in Gang setzten“, so der M&B-Mitarbeiter.

Dahinter stecken umfassende Sicherheitslösungen
Zugleich kann der Transponder als RFID-Nah-Schlüssel in Gebäuden dienen: etwa für Türen, Schrankschlösser oder die Zeiterfassung von Mitarbeitern. Und damit nicht genug: Hinter der überarbeiteten Software und dem Transponder steckt die Fachkompetenz umfassender Sicherheitsabstimmung und -überwachung. Denn wer erhält den neuen Transponder? Wer ist zutrittsberechtigt? Und wann, wie lange, wie oft? Solche Fragen, die vor allem Unternehmen und größere Schließanlagensysteme betreffen, werden von Meusel & Beck beantwortet. Auch die wichtige Frage, ob der Mehrbereichs-Transponder in hochsicherheitsrelevanten Zonen (etwa nahe Serverräumen) wirken darf oder nicht.

Es ist überdies gelungen, den neuen Transponder-Typ in das System von E-Ladesäulen zu integrieren, damit auch hier nur berechtigte Personen ihr Elektrofahrzeug laden können. Zudem ist es möglich, eine 24-Stunden-Paketbox so auszustatten, dass auch diese auf den Kombitransponder zugreift. Hierdurch sind kontaktlose Abholungen und Lieferungen jederzeit möglich.

In einer Verwaltungssoftware gebündelt
Alle Anforderungen fließen jeweils in die schon erwähnte, je auf den Kunden abgestimmte Verwaltungssoftware „Matrix One“ ein, in welcher die Authentifizierung, Zeitprofile und Zugangsberechtigungen von Personen zuverlässig in Abläufen und Protokollen hinterlegt sind. Damit wurden, so Leitzmann stolz, „erstmals die Hard- und die Software in einem All-in-One-Transponder unter einen Hut gebracht. Das ist sehr komfortabel, alles aus einer Hand“. Und ein Unternehmen, das vielleicht neben dem Gebäude, „zum Beispiel“, erklärt Leitzmann weiter, „gar keinen Platz hat, um eine Stele zu installieren, käme mit dem neuen Weitenbereichs-BLE prima zurecht.“ Das Nürnberger Sicherheitsunternehmen kümmert sich dabei um die gesamten Planungen, Verkabelungen, die Konfiguration und Erstprogrammierung, um die Sicherheitsberatung und nicht zuletzt auch um die Wartung des Systems.