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Richtungsweisender Tarifvertragsabschluss für sächsische Sicherheitsunternehmen

Gestern einigte sich der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst- und Dienstleistungen (GÖD) auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 14 500 Beschäftigten der Sicherheitswirtschaft in Sachsen. „Mit diesem Abschluss konnten wir einen richtungsweisenden Tarifvertrag für die Branche und vor allem auch die östlichen Bundesländer auf den Weg bringen – denn innerhalb von etwas mehr als 2 Jahren steigt der Stundengrundlohn der untersten Lohngruppe auf über 11 Euro“, so der Landesgruppenvorsitzende Hagen Henschel.

Der neue Tarifvertrag, mit einer Laufzeit von 3 Jahren, sieht ab seinem Inkrafttreten am 01.01.2020 Erhöhungen der Stundengrundlöhne von 2,4 bis 5 Prozent und außerdem ab 2021 eine Anhebung des Nachtzuschlags von bisher 5 auf 10 Prozent vor. „Für die konfliktgeneigten Tätigkeitsbereiche der Sicherheitskräfte im Einzelhandel, Shopguards sowie im mobilen Streifendienst und als Fahrgastkontrolleure im ÖPV haben wir uns auf eine neue Eingruppierung und damit im ersten Jahr Erhöhungen von 14,4 Prozent – auf 11,90 Euro pro Stunde - geeinigt“, so Henschel weiter.

Die neuen Ausbildungsvergütungen werden, wie die anderen Löhne, in drei Schritten – jeweils zum 1. Januar der Jahre 2020, 2021 und 2022 – auf bis zu 850 Euro angehoben. Die Tarifvertragsparteien haben sich zudem darauf verständigt, dass der Tarifvertrag zur Allgemeinverbindlicherklärung eingereicht wird.