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Sicherheitsgewerbe Hamburg – Auch in der dritten Verhandlungsrunde kein Abschluss

 Auch in der dritten Verhandlungsrunde konnte zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die rund 9.000 Beschäftigten im Sicherheitsgewerbe in Hamburg leider kein Tarifabschluss erzielt werden. Mit großer Enttäuschung reagierten die Arbeitgeber, denn man hatte gehofft nun endlich zu einem Ergebnis zu kommen. „Man darf die wirtschaftliche Lage in Deutschland nicht ganz außer Acht lassen. Viele unserer Auftraggeber haben erhebliche wirtschaftliche Probleme und auch ein großer Teil der Branche ist wirtschaftlich stark von der Pandemie betroffen“, so Jens Müller, Vorsitzender der Landesgruppe Hamburg des BDSW und Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite.

Nun werden die Beschäftigten der Sicherheitsdienstleister weiterhin auf Ihre Lohnerhöhungen warten müssen. „Uns geht es darum einen zeitgemäßen Tarifvertragsabschluss zu gestalten, der sicherstellt, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Dies berücksichtigt ver.di leider überhaupt nicht“, so Müller.

Die Arbeitgeberseite hat am heutigen Tag für alle Lohngruppen Erhöhungen von 1,9 % zum 1. April 2021 und nochmals 2,6 % zum 1. April 2022 angeboten. Bereits zu Beginn der Verhandlungen wurde klar, dass ver.di gar keinen Abschluss will, sondern erneut eine Vertagung anstrebt. Damit verzögern sich die Lohnerhöhungen für die Beschäftigten weiterhin. Dabei hatte ver.di am 17. November 2020 bereits einen Tarifabschluss mit dem BDSW erzielt, diesen jedoch völlig überraschend widerrufen. Die wirtschaftliche Lage ist seitdem nicht besser geworden, niemand kann heute einschätzen, wie es sich im Jahr 2021 entwickeln wird, dennoch haben die Arbeitgeber das Angebot noch einmal verbessert. „Wann es weitergeht haben wir noch nicht vereinbart, wir müssen nun erst einmal in unserer Landesgruppe die Sachlage eingehend besprechen“, so Müller abschließend.