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Zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte - BVSW erklärt sich solidarisch mit der Bayerischen Polizei

Immer häufiger gibt es Fälle von Gewalt gegen Polizisten. Laut dem aktuellen Landeslagebild Bayern „Gewalt gegen Polizeibeamte“ hat die Zahl der Gewalttaten im Jahr 2019 „einen sehr bedenklichen Höchstwert erreicht“, wie Innenminister Joachim Herrmann bestätigte. Der Bayerische Verband für Sicherheit in der Wirtschaft (BVSW) e.V. kooperiert seit Jahren erfolgreich mit dem Bayerischen Innenministerium und der Polizei und erklärt seine Solidarität mit den Einsatzkräften.

„In einer Zeit, in der Respektlosigkeit und Gewalt zunehmen, erklärt sich der BVSW solidarisch mit allen, die bei jedem Einsatz ihre Gesundheit für unsere Sicherheit aufs Spiel setzen“, sagt Alexander Borgschulze, Vorstandsvorsitzender des BVSW. „Wir bauen jetzt und in Zukunft auf eine starke Zusammenarbeit mit der Polizei, um das hohe Niveau an Sicherheit für Unternehmen und Bevölkerung in Bayern zu erhalten.“

Der BVSW arbeitet seit seiner Gründung vor über 40 Jahren mit den Sicherheitsbehörden in Bayern zusammen. Mit dem Ziel, den Vorsprung Bayerns im Bereich der Inneren Sicherheit zu festigen, hatte der BVSW im Jahr 2017 eine erweiterte Kooperationsvereinbarung mit dem Bayerischen Innenministerium geschlossen. Die Vereinbarung ist das Fundament einer erfolgreichen und konstruktiven Zusammenarbeit beispielsweise im Bereich der Bekämpfung von Eigentums- oder Gewaltdelikten.

Mit dem Sicherheitsforum von Polizei und Industrie hat der BVSW 2019 eine neue Plattform für den direkten Informationsaustausch zwischen Sicherheitsbehörden und Unternehmen ins Leben gerufen. Durch den Austausch von Lageinformationen sollen aktuelle Kriminalitätsphänomene frühzeitig erkannt und noch wirksamer bekämpft werden.

„Sicherheit ist ein entscheidender Standortfaktor“, sagt Caroline Eder, Geschäftsführerin des BVSW. „Die Sicherheit des Firmensitzes sowie das Sicherheitsempfinden der Mitarbeiter haben Einfluss darauf, wo Unternehmen investieren und wo Arbeitsplätze entstehen.“ Neben der Kooperation mit staatlichen Stellen, setzt der BVSW deshalb besonders auf Schulung und Training von Mitarbeitern, um die Sicherheit für Unternehmen zu verbessern. Für besonders gefährdete Berufsgruppen, wie beispielsweise im Bereich Gesundheit, öffentlicher Dienst und Sicherheitswirtschaft, bietet der Verband regelmäßig Deeskalationstrainings an. Im Rahmen dieser Schulungen erwerben Mitarbeiter die notwendigen Fähigkeiten, um gefährliche Situationen selbst zu entschärfen, so dass ein Polizeieinsatz im Idealfall gar nicht erst notwendig wird.

Jeder Angriff auf die Polizei gefährdet nicht nur den Wirtschaftsstandort Bayern, sondern ist auch ein Angriff gegen unsere Gesellschaft und die demokratischen Grundwerte, wie es Innenminister Herrmann treffend formulierte. Im Jahr 2019  wurden 7.959 Fälle von körperlicher und verbaler Gewalt gegenüber Polizisten registriert. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 3,5 Prozent. Bei einem Großteil der Fälle handelte es sich um körperliche Gewalt, 2.599 Beamte wurden dabei verletzt. Insgesamt waren rund 18.500 geschädigte Polizeibeamtinnen und -beamte zu verzeichnen. Rein rechnerisch betrachtet war damit fast jeder zweite Polizist in Bayern Opfer von Gewalt.

„Es tut gut, einen so starken und verlässlichen Partner wie den BVSW an der Seite der Bayerischen Polizei zu wissen“, sagt Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, Landespolizeipräsident der Bayerischen Polizei. „Sei es die Weitergabe von Informationen zu verdächtigen Wahrnehmungen durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes oder durch die Unterstützung beim Schutz von Unternehmen beispielsweise im Bereich der Cyberkriminalität. Uns alle eint das Ziel, Bayern noch sicherer zu machen und sein Prädikat als lebenswerten und attraktiven Wirtschaftsstandort zu bewahren.“