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Meusel & Beck entwickelt Kontroll-Speziallösungen für Türen

Das traditionsreiche Unternehmen Meusel & Beck GmbH, Nürnberg, entwickelte 2020 spezielle technische Lösungen für sensible Sicherheitsanforderungen an Türen. Denn gerade für Demenzstationen, Pflege- und Kinderheime oder auch Krankenhäuser müssen Zutritts- und Verlassens-Vorgänge genau kontrolliert und protokolliert werden. Die Anforderungen dort werden immer höher, zugleich ist der Bedarf steigend: Die Deutschen werden immer älter; es werden stetig mehr Gebäude mit sicherheitsrelevanten Anforderungen gebaut.

In jedem Senioren- und Pflegeheim gibt’s natürlich eine Vielzahl an Türen, doch einige davon sind meist besonders sensibel: die nach draußen. Angesichts der dortigen Heimbewohner − und dies gilt eben auch z.B. für Demenzstationen oder für Krankenhäuser im Allgemeinen −, müssen diese Außentüren besonders gesichert und kontrolliert sein. Die Allgemeinen Sicherheits-Bestimmungen, die nicht nur von der Feuerwehr aufgestellt werden, sehen vor, dass Fluchttüren selbstverständlich als solche immer funktionieren und unversperrt sein müssen −, dass aber andersherum etwa demente Menschen nicht unkontrolliert ihr Heim verlassen sollen, ist zwingend logisch. Umgekehrt heißt das: Sie werden in ihrem Heim nicht eingeschlossen und müssen im Notfall dennoch stets nach Draußen flüchten können – was aber eine Benachrichtigung auslöst.

Die zu pflegenden Personen/Patienten können das Gebäude also normalerweise nicht unbemerkt verlassen, denn sie müssen einen Transponder − einen Sender − bei sich tragen. Dieser ist meist in die Kleidung oder in die Schuhe eingearbeitet. Ist ein solcher Transponder bei ihnen hingegen nicht vorhanden oder wurde er vergessen, wird kein Alarm ausgelöst −, was natürlich eine Sicherheitslücke darstellt und vermieden werden muss. Andererseits darf natürlich das Pflegepersonal, das ebenfalls mit Transpondern ausgestattet ist, diese Türen berechtigterweise jederzeit öffnen und schließen – bei ihnen löst der Alarm nicht aus.

Sonderlösung mit neuem Ansatz

Meusel & Beck (M&B) ging das Thema seit 2019 anders an. Speziell für Seniorenheime entwickelte das Sicherheits-Unternehmen eine firmeneigene Lösung mit Knowhow und technischen Finessen. Bei der M&B-Lösung erhalten nur die Pfleger solche Sendegeräte, die Patienten/Dementen nicht. Verlassen die Pfleger das Gebäude, unterbleibt der Alarm, die Tür „erkennt“ durch Rückkopplung mit dem Pfleger-Transponder, dass dessen Träger berechtigt ist, die Tür zu öffnen.

Umgekehrt werden die dementen Personen/Patienten mit keinem Transponder ausgestattet –, was dazu führt, dass ein (Flucht-)Türöffnen zwar möglich, aber automatisch immer mit einem Alarm verbunden ist. Wollen die Senior/innen oder Patienten das Gebäude verlassen, dürfen sie das, doch es werden stets per Funk ein Hinweispiepser beim Pfleger ausgelöst und das Verlassen elektronisch protokolliert.

Spezielle Technikabstimmungen

Für diese Technik müssen die Alarmanlage des Hauses und die Software der Zutrittskontrolle miteinander gekoppelt werden. Im Sonderfall von Meusel & Beck übernimmt, andersherum als üblich, die Zutrittskontrolle „das Sagen“ über die Alarmanlage! Diese Zutrittskontrolle schaltet nämlich den Alarm aus, wenn ein Berechtigter das Haus verlässt –, und den Alarm erst dann ein, wenn jemand nicht dazu berechtigt ist. Dazu Vertriebsleiter Johann Hanek: „Diese umgekehrte Methode hört sich simpel an, doch die Umsetzung jeweils vor Ort setzt allerlei technische Kenntnisse voraus; die Situation ist jedes Mal eine andere. Wir haben das Verfahren bei uns über Jahre hinweg entwickelt, so dass wir aktuell – als einzige mir überhaupt in dieser Richtung bekannte Firma – imstande sind, das Konzept für unsere Kunden umzusetzen.“