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Drei Hybrid-Cloud-Herausforderungen und wie man ihnen begegnet

Hybrid-Cloud-Lösungen sind derzeit eine beliebte Verwaltungsmethode, um eine Brücke zwischen schnellen und einfachen öffentlichen Cloud-Ressourcen und sicheren, auf das Geschäft abgestimmten, proprietären Umgebungen zu schlagen. Doch um wirklich davon zu profitieren, müssen Unternehmen zunächst eine Reihe von Herausforderungen meistern, wie Neil Miles, Global Product Marketing Manager Hybrid IT Management bei Micro Focus, zeigt. 

Hohe Flexibilität, Skalierbarkeit und Kostenvorteile in Verbindung mit Sicherheit und Datenschutz - ein hybrider Cloud-Ansatz bietet viele Vorteile, aber nur, wenn der erhöhten Komplexität angemessen Rechnung getragen wird. Hinter dem Versprechen von Hybrid IT steht ein erheblicher administrativer Aufwand, den Unternehmen nicht unterschätzen sollten, um für alles gewappnet zu sein. 

1. Herausforderung: Es bilden sich komplexe, unübersichtliche IT-Infrastrukturen

Wenn Unternehmen ihre eigene Private Cloud mit den Angeboten großer Anbieter kombinieren wollen, muss ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Verbindungen geschaffen werden. Diese komplexere Infrastruktur erschwert die Entwicklung und Automatisierung bei der Bereitstellung von auf das Geschäft abgestimmten IT- Umgebungen. Das Ergebnis ist eine unflexible, starre Automatisierung, die sich nur auf standardmäßige Benutzeranforderungen anwenden lässt. Damit wird die Anpassung an neue und zukünftige Geschäftssituationen erschwert. Hinzu kommt, dass das Management über Cloud-Silos hinweg die Verknüpfung mehrerer Tools erfordert – ihre Administration bindet Zeit und Ressourcen im IT-Team. In der Praxis kann die Situation sehr komplex und kostspielig sein. Letztendlich richten viele Organisationen separate Management-Toolsets und Mitarbeiterteams ein, um jede Art von Umgebung (Public Cloud, Private Cloud, On-Premise) zu unterstützen. Das Ergebnis ist das Engagement einer Reihe von leitenden Mitarbeitern und einer Reihe von Software-Tools, die sich in ihrer Arbeit überschneiden.

2. Herausforderung: Die Data Governance beibehalten

Regelungen wie die europäische Datenschutzgrundverordnung machen genaue Vorgaben zum Umgang mit personenbezogenen Daten. Unter anderem schreibt die DSGVO vor, dass Daten von EU-Bürgern auch innerhalb der Europäischen Union gespeichert werden sollen. Der Hybrid-Cloud-Ansatz birgt nun aber das Risiko, dass solche oder andere sensible Daten bei der Nutzung einer öffentlichen Cloud versehentlich in verschiedene geografische Regionen wandern. Da die Nutzer Dienste aus jeder beliebigen globalen Region anfordern können und Unternehmen normalerweise wenig Einfluss darauf haben, wo der Anbieter die Daten speichert, können sie nicht garantieren, dass sie in der EU bleiben.  

3. Herausforderung: Einfluss auf Geschäftsprozesse nehmen

IT-Dienstleistungen sind zum Rückgrat der digitalen Geschäftsangebote geworden und sind so konzipiert, dass sie nicht nur effizient funktionieren, sondern auch jedes Unternehmen auf dem Markt abgrenzen. Die gleichzeitigen Anforderungen an Schnelligkeit, Kosteneffizienz und die Einhaltung von Vorschriften erfordern, dass die IT-Abteilung kluge Entscheidungen trifft, wenn sie Daten analysiert, die innerhalb des Unternehmens sowie in öffentlichen Diensten aufbewahrt werden sollen. Die Aufteilung in sensible und weniger kritische Daten erfordert auch eine genaue Analyse der Geschäftsprozesse. So müssen Unternehmen beispielsweise klar erkennen, wo sie persönliche Daten verarbeiten oder wo es sich um geschäftskritische Daten handelt. Solche Prozesse sollten dann in eine Private Cloud gestellt werden. Müssen hingegen Massen von unsensiblen Daten verarbeitet und gespeichert werden, können Unternehmen sicher auf skalierbare Ressourcen in Public Clouds zugreifen.

Lösung: Mit Hybrid Cloud Management den Überblick behalten

Wenn sich in Unternehmen Hybrid-Cloud-Automatisierungsprogramme entwickeln, entstehen im Laufe der Zeit oft getrennte Strukturen, eine für die Private und eine für die Public Cloud. Dies schränkt jedoch die daraus resultierenden Geschäftsangebote und den Kostenrahmen, in dem das Unternehmen arbeiten muss, ein. Wenn das Unternehmen Optionen eliminiert, schwächt dies das digitale Geschäftssystem und schadet letztendlich der Leistung. Dies wirft die Frage auf, wie alle Ressourcen und Fähigkeiten am besten so eingesetzt werden können, dass sie sinnvoll integriert werden können. Darüber hinaus müssen digitale Geschäftsprozesse automatisiert werden, damit die richtigen IT-Ressourcen eingesetzt werden und die IT-Mittel nicht unnötig verschwendet werden. Mit einer hybriden Cloud-Management-Lösung verfügen Unternehmen jedoch über ein Werkzeug, das ein zentrales Steuerungssystem für alle Ressourcen bildet und die geschäftliche Flexibilität aufrechterhält. Hier laufen dann alle Informationen zusammen und die IT wird mit richtlinienbasierten Verwaltungs-, Berichts- und Analysefunktionen ausgestattet.