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Studie: Die Deutschen verwenden den Inkognito-Modus vorwiegend, um Pornofilme zu schauen und nach Gesundheitsinformationen zu suchen

Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre gibt 4 Tipps, wie die Deutschen bei der Privatsphäre im Netz nachbessern können : Die neue Studie des Anbieters von virtuellen privaten Netzwerken, NordVPN, hat gezeigt, dass die Deutschen hauptsächlich den Inkognito-Modus beim Surfen nutzen, um Fragen zur Gesundheit zu klären (44%) und Pornofilme anzuschauen (34%). Darüber hinaus ist ihnen Privatsphäre wichtig bei der Suche nach Geschenken (24%), beim Besuch von Dating-Webseiten (22%) oder Buchen einer Reise (20%). Aber ist der Modus wirklich so privat, wie man denkt?

Wie funktioniert der Inkognito-Modus?
Mit dem Inkognito-Modus, auch privater Modus genannt, kann im Internet gesurft werden, ohne dass Daten im Browser gespeichert werden; so können sie später auch nicht wieder abgerufen werden. Das bedeutet, dass die Suchanfragen, besuchte Seiten, Login-Informationen und Cookies nicht auf dem Gerät gespeichert werden, nachdem du das private Fenster geschlossen hast. Dateien, die du heruntergeladen hast, oder Lesezeichen, die du erstellt hast, bleiben jedoch erhalten.

“Privates Surfen kann auch für das Buchen von Flugtickets oder Hotelzimmern verwendet werden, denn dadurch kann man durchaus günstigere Preise bekommen. Wenn keine Cookies gespeichert werden, weiß die Webseite der Airline oder des Hotelzimmers nicht, dass der gewählte Zeitraum zuvor schon einmal eingegeben wurde und der Preis-Algorithmus springt nicht an, um die Preise gegebenenfalls zu erhöhen", erklärt Daniel Markuson, Experte für digitale Privatsphäre bei NordVPN.

Inkognito-Modus: Du surfst nicht so privat, wie du denkst
Inkognito-Modus bedeutet, die wahre Identität zu verbergen, aber das trifft nicht gänzlich auf den privaten Modus im Browser zu. Selbst wenn deine Cookies gelöscht werden, sobald du das Fenster schließt, und dein Verlauf leer bleibt, versteckt er deine Daten nicht vor Dritten wie deinem Internetanbieter, der Regierung oder deinem Netzwerk-Administrator bei der Arbeit oder in der Universität.

“Das private Browser-Fenster oder der Inkognito-Modus, das oder den du zum Surfen nutzt, macht dich nicht so privat, wie du denkst. Der Modus hindert nur deinen eigenen Browser daran, deinen Datenverkehr aufzuzeichnen; er verbirgt nicht deine IP-Adresse. Andere können dich immer noch verfolgen“, fügt Daniel Markuson hinzu.

Wie können Deutsche ihre Privatsphäre erhöhen?
Daniel Markuson empfiehlt folgende Maßnahmen, um deinen digitalen Fußabdruck zu minimieren:

  • Verwende ein VPN wie NordVPN. Ein VPN kann mehr als der Inkognito-Modus; es verbirgt deine IP-Adresse und ersetzt diese mit der Adresse eines VPN-Servers. Dadurch wird es unmöglich, dich zu verfolgen. Es verschlüsselt außerdem deinen Datenverkehr und schützt dein Surfverhalten vor deinem Internetanbieter und anderen Dritten.
  • Nutze Browser, die Wert auf Privatsphäre legen, wie Tor oder Epic, die ihr Versprechen von „extremer Privatsphäre“ halten: keine automatische Synchronisierung, keine Rechtschreibprüfung, kein automatisches Ausfüllen und keine Plug-ins.
  • Tausche Google gegen privatere Suchmaschinen, wie DuckDuckGo. Diese Suchmaschine ist beliebt und führt um die 10 Millionen Suchen am Tag durch. Obwohl es sich um ein großartiges Tool handelt, um das Tracking zu begrenzen, garantiert es keine komplette Anonymität.
  • Verwende einen Proxy. Manche Internetnutzer entscheiden sich dafür, ihren Datenverkehr über einen Proxy zu leiten. Proxy-Server können dir dabei helfen, auf geographisch eingeschränkte Webseiten zuzugreifen und deine Surf-Aktivitäten vor deinem Internetanbieter zu verbergen. Jedoch verschlüsseln Proxys deinen Datenverkehr nicht, so dass du anfällig für andere Angriffe und Formen der Überwachung bist.

Methodik: Die Umfrage wurde vom 29. März bis zum 03. April 2021 von der Research-Abteilung von NordVPN durchgeführt. Die Zielgruppe der Umfrage waren Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, und die Stichprobe wurde aus Internetnutzern gezogen. Es wurden Quoten nach Alter, Geschlecht und Wohnort gebildet.